- 09.06.2005, 14:43:12
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Schasching begrüßt Beschluss zur Eindämmung des Tabakgebrauchs
Wien (SK) "Ich bin sehr froh darüber, dass wir hier einen gemeinsamen
Beschluss fassen wollen", sagte SPÖ-Abgeordnete Beate Schasching am
Donnerstag im Nationalrat zur Regierungsvorlage zum
Rahmenübereinkommen mit der WHO zur Eindämmung des Tabakgebrauchs.
Schasching forderte Rauch-Kallat auf, auf allen Ebenen Verbündete zu
finden: "Wir müssen in allen Fraktionen mithelfen, dass nicht
diejenigen, die auf Gesundheit und positive Einrichtungen hinweisen,
und andere zum Nichtrauchen motivieren wollen, das negative Image
haben, sondern wir sollten daran arbeiten, dass das als positiv
gesehen wird", zeigte sich Schasching überzeugt.****
Schasching verwies auf Italien, wo rund um den Weltnichtrauchertag
500.000 Italiener auf Zigaretten verzichtet haben. Sie erinnerte an
die heftige Debatte im Jänner des Jahres zu den strengen
italienischen Nichtrauchergesetzen: "Ich meine nicht, dass wir
unbedingt italienische Verhältnisse brauchen, aber es ist
bemerkenswert, was diese Maßnahmen in unserem Nachbarland gebracht
haben", betonte Schasching. Österreich habe eine "österreichischen
Weg" zu gehen, man müsse sich vor allem auf "Imagewerbung"
konzentrieren: "Imagewerbung für das Nichtrauchen in den eigenen
Fraktionen und auf allen verschiedenen Ebenen der Gesellschaft", so
die SPÖ-Abgeordnete.
Es gehe darum, viele Verbündete - auch in anderen Ministerien - zu
finden. So brauche Rauch-Kallat zur Umsetzung des
Rahmenübereinkommens den Landwirtschaftsminister, den Finanzminister
und den Wirtschaftsminister an ihrer Seite. Schasching verwies
außerdem auf eine internationale Studie zur Tabakprävention, die
zielführende Maßnahmen festhält: "An der Spitze steht die
Tabaksteuererhöhung, gefolgt von rauchfreien Einrichtungen und
ausreichende Finanzierung des Nichtraucherprogramms", führte
Schasching aus.
Die SPÖ-Abgeordnete erinnerte an die Initiativen des
niederösterreichischen Gesundheitslandesrates, der mutig genug war,
das rauchfreie Spital zu erlassen. Sie bedankte sich auch bei
SPÖ-Gesundheitssprecher Manfred Lackner, der den Präsidenten des
Nationalrats darauf hingewiesen habe, dass die Abgeordneten im
Parlament im Haus beispielgebend wirken sollen: "Das betrifft nicht
nur den Rauch, sondern auch den Weihrauch der hier manches Mal
aufsteigt. Es ist gut, wenn man als gesetzgebende Körperschaft das
einhält, was man beschließt", betonte Schasching. (Schluss) sk
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