- 06.06.2005, 12:14:13
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Studierende der Medizinischen Universität Wien votieren bei Urabstimmung für Eignungsprüfungen vor Studienbeginn
Wien (OTS) - Bei den im Zuge der vergangenen Woche abgehaltenen
Hochschülerschaftswahlen votierte eine knappe Mehrheit von 51 ,8 %
der Studierenden der MUW - für den Fall, dass der freie
Hochschulzugang fällt - dafür, eine allfällige Entscheidung über
die Vergabe von Studienplätzen vor den Studienbeginn zu verlegen.
Damit zeigt sich eine offensichtliche Präferenz der Studierenden für
einen Eignungstest vor dem Studium und somit - im Falle des
erwarteten EUGH-Urteils - gegen eine erwartbar chaotische Situation
in den ersten zwei Semestern des Ersten Studienabschnitts, zu der
eine durch die Numerus-Clausus-Flüchtlinge stark ansteigende
Gesamtzahl von Studienwilligen zwangsläufig führen müsste .
Das Ergebnis der Urabstimmung unterstützt somit die Überlegungen
der Universitätsleitung. Vizerektor Mallinger dazu: " Den
Studierenden der MUW ist offensichtlich eine frühe Entscheidung über
die Platzvergabe und damit ein qualtitätsvolles Studium vom Beginn an
wichtig. Dieses können wir allerdings nur dann gewährleisten, wenn
eine notwendige leistungsorientierte Auswahl für zum Studium
zuzulassende Studierende - wie etwa ja auch in der Schweiz üblich und
bewährt - vor den eigentlichen Studienbetrieb gesetzt wird."
Ebenfalls bei dieser Urabstimmung wurde von den Studierenden (hier
mit deutlicher Mehrheit) gegen eine Studienplatzbeschränkung
votiert ( 60,9 % da gegen, 39,1 % da für) und das
"First-come-first-serve-Prinzip" ( 93,5 % dagegen 6,5 % dafür) bei
der allgemeinen Zulassung zum Studium.
VR Mallinger dazu:" Dieses Abstimmungsergebnis zum Thema freier
Hochschulzugang war zu erwarten und spricht für den verständlichen
Wunsch der Studierenden nach freier Bildung für alle
Studienwilligen. Im Unterschied zu einem "Buch-Studium" muss bei der
Gestaltung eines Medizinstudiums allerdings mit besonderer
Verantwortung mit begrenzten Ressourcen umgegangen werden. Und zur
Entscheidung für ein praxisorientiertes Studium, dessen Studienplätze
sich nach den Ressourcen an Lehrpersonal, Räumen und! PatientInnen
richtet, gibt es schlicht nur die Alternative, das Studium wieder von
der Praxis zu entfernen und zum Fernstudium zu machen. Das kann
niemand wollen."
Rückfragehinweis:
Mag. Bernd Matouschek Pressesprecher Medizinische Universität Wien Spitalgasse 23 1090 Wien gsm: 0043 676 6119701 mailto:[email protected]
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