Studierende der Medizinischen Universität Wien votieren bei Urabstimmung für Eignungsprüfungen vor Studienbeginn

Wien (OTS) - Bei den im Zuge der vergangenen Woche abgehaltenen Hochschülerschaftswahlen votierte eine knappe Mehrheit von 51 ,8 % der Studierenden der MUW - für den Fall, dass der freie Hochschulzugang fällt - dafür, eine allfällige Entscheidung über die Vergabe von Studienplätzen vor den Studienbeginn zu verlegen. Damit zeigt sich eine offensichtliche Präferenz der Studierenden für einen Eignungstest vor dem Studium und somit - im Falle des erwarteten EUGH-Urteils - gegen eine erwartbar chaotische Situation in den ersten zwei Semestern des Ersten Studienabschnitts, zu der eine durch die Numerus-Clausus-Flüchtlinge stark ansteigende Gesamtzahl von Studienwilligen zwangsläufig führen müsste .

Das Ergebnis der Urabstimmung unterstützt somit die Überlegungen der Universitätsleitung. Vizerektor Mallinger dazu: " Den Studierenden der MUW ist offensichtlich eine frühe Entscheidung über die Platzvergabe und damit ein qualtitätsvolles Studium vom Beginn an wichtig. Dieses können wir allerdings nur dann gewährleisten, wenn eine notwendige leistungsorientierte Auswahl für zum Studium zuzulassende Studierende - wie etwa ja auch in der Schweiz üblich und bewährt - vor den eigentlichen Studienbetrieb gesetzt wird."

Ebenfalls bei dieser Urabstimmung wurde von den Studierenden (hier mit deutlicher Mehrheit) gegen eine Studienplatzbeschränkung votiert ( 60,9 % da gegen, 39,1 % da für) und das "First-come-first-serve-Prinzip" ( 93,5 % dagegen 6,5 % dafür) bei der allgemeinen Zulassung zum Studium.

VR Mallinger dazu:" Dieses Abstimmungsergebnis zum Thema freier Hochschulzugang war zu erwarten und spricht für den verständlichen Wunsch der Studierenden nach freier Bildung für alle Studienwilligen. Im Unterschied zu einem "Buch-Studium" muss bei der Gestaltung eines Medizinstudiums allerdings mit besonderer Verantwortung mit begrenzten Ressourcen umgegangen werden. Und zur Entscheidung für ein praxisorientiertes Studium, dessen Studienplätze sich nach den Ressourcen an Lehrpersonal, Räumen und! PatientInnen richtet, gibt es schlicht nur die Alternative, das Studium wieder von der Praxis zu entfernen und zum Fernstudium zu machen. Das kann niemand wollen."

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