ARA und "Umweltschutz" prämieren "AbfallberaterIn des Jahres 2004"

Wien (OTS) - Osttirol ist der große Gewinner bei der heurigen Verleihung zum/r "AbfallberaterIn des Jahres 2004". Der in Lienz tätige Abfallberater Gerhard Lusser wurde gleich in zwei Kategorien für seine Tätigkeit ausgezeichnet. Die Altstoff Recycling Austria AG verleiht den Preis in Kooperation mit dem Magazin Umweltschutz für außergewöhnliche Leistungen rund um die getrennte Verpackungssammlung.

"Das Engagement der AbfallberaterInnen trägt im großen Maß dazu bei, dass die ÖsterreicherInnen zu den SammelweltmeisterInnen zählen. Sie sind der direkte Kontakt zur Bevölkerung und kennen auch deren Bedürfnisse am besten. Der Preis zum/r AbfallberaterIn des Jahres ist eine Möglichkeit und gleichzeitig ein Anlass, uns bei allen AbfallberaterInnen für Ihren Einsatz zu bedanken", so Christian Stiglitz, Vorstand der ARA AG.

Bundesweit sind etwa 220 AbfallberaterInnen im Einsatz, um die ÖsterreicherInnen über die getrennte Verpackungssammlung zu informieren und durch kreative Maßnahmen das Bewusstsein der Bevölkerung für dieses Thema zu schärfen.

Die Prämierung der Gewinner fand unter dem Ehrenschutz von Bundesminister DI Josef Pröll am 2. Juni im Kloster UND, Krems statt. Die Festreden hielten Landesrat DI Josef Plank, Dr. Christian Keri vom Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft (BMLFUW) und der Obmann der AWA Krems, Bgm. Franz Hölzl.

Umweltwandertag erfolgreichstes Projekt

In der Kategorie "Erfolgsprojekt" überzeugte Gerhard Lusser vom Abfallwirtschaftsverband Osttirol die Fachjury mit einem Umweltwandertag für Schulkinder. Lusser begleitete Schulklassen bei einem Wandertag und brachte dabei das Thema Abfall den Kindern näher. Mit viel Liebe zum Detail erarbeitete er ein Konzept von einzelnen Stationen, die mithilfe einer Schatzkarte gefunden werden mussten. Durch die Lösung verschiedenster, zum Thema Abfall passender, Aufgaben sammelten die Kinder weitere Hinweise auf den Schatz. So lernten die Kinder durch ein Erlebnis in entspannter Atmosphäre grundsätzliche Do’s and Don’ts bei der Abfalltrennung, ohne dass die Lehrer mit einem großen zusätzlichen Zeitaufwand belastet waren.

Den 2. Platz in der Kategorie Erfolgsprojekte errang der Vorarlberger Umweltverband mit der "Litteringkampagne Vorarlberg" und der 3. Platz ging an den Niederösterreichischen Abfallwirtschaftsverband mit dem Jugendwettebewerb "Trash is out".

Preis für neue "Zukunfts"-Kategorie ebenfalls an Osttirol
Die Auszeichnung für die beste "Zukunftsidee" geht ebenfalls an Gerhard Lusser und den Abfallwirtschaftsverband Osttirol. Seine Idee einer bezirksweiten Schülerzeitung, die ein Mal pro Jahr umweltspezifische Aktionen einzelner Schulen bezirksweit bekannt machen wird, soll dem beherzten Umwelt-Engagement vieler Schulen zu einer stärkeren Publizität verhelfen. Das Projekt "Schneeschaufeln und Boxen aus Mülltonnen der beiden niederösterreichischen Abfallberater Franz Rybaczek und Walter Knopf belegte den 2. Platz. Platz 3 ging nach Tirol an Herrn Ing. Alexander Würtenberger, Frau Mag. Kathrin Embacher und Frau Mag. Astrid Bayer-Schragl von ATM (Abfallwirtschaft Tirol Mitte) für ihre Idee des "1. österreichischen Müll-Museums".

Langjähriges Engagement wird belohnt

In der Kategorie Persönliches Langzeitengagement würdigte die Jury heuer zwei AbfallberaterInnen. Die Niederösterreicherin Ing. Elfriede Berger führte in ihrer langjährigen Tätigkeit zahlreiche Projekte durch: von einer Abfallausstellung bis hin zu "ihren" Abfallpartys. Dabei zeichnete sie sich stets durch den direkten Dialog und die persönliche Beratung der BürgerInnen aus. Beeindruckend auch die Leistung von dem seit 1988 tätigen Abfallberater Ing. Alexander Würtenberger. Der Obmannstellvertreter des VABÖ (Verband Abfallberatung Österreich) ist Herausgeber der Zeitschrift FORUM. Mit Projekten, wie "Sauber statt Saubär", Alfons Trennfix u. a. wurde er schon mehrfach mit dem Abfallberaterpreis ausgezeichnet. Würtenberger ist seit 1993 Leiter der Abfallberatung der ATM (Abfallwirtschaft Tirol Mitte) und baute dort die Abteilung Öffentlichkeitsarbeit auf.

Relaunch nach acht erfolgreichen Jahren

2004 erhielt der bei AbfallberaterInnen und der Öffentlichkeit stets hervorragend ankommende Preis ein "Facelifting". Um das Kreativpotenzial der AbfallberaterInnen noch besser auszuschöpfen, wurde die neue Kategorie "Zukunftsidee" etabliert, in der bereits konkrete, jedoch noch nicht umgesetzte, Ideen eingereicht werden konnten.

Die AbfallberaterInnen selbst konnten erstmals die eingereichten Projekte im Internet mitverfolgen und via Web-Voting ihre Stimme abgeben, die dann in die Bewertung der Fachjury einfloss. In der Fachjury vertreten waren Experten des ARA Systems, des Magazins Umweltschutz und des BMLFUW, sowie des Österreichischen Städte- und des Gemeindebundes, des Verbandes Abfallberater Österreich, der ARGE Müllvermeidung und als Vorjahressieger der Abfallberater der Stadtgemeinde Traismauer.

Rückfragen & Kontakt:

Christian Mayer, Leiter Kommunikation ARA AG
Tel.: 01/599 97-320, mayer@ara.at

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