• 03.06.2005, 10:57:25
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ARA und "Umweltschutz" prämieren "AbfallberaterIn des Jahres 2004"

Wien (OTS) - Osttirol ist der große Gewinner bei der heurigen
Verleihung zum/r "AbfallberaterIn des Jahres 2004". Der in Lienz
tätige Abfallberater Gerhard Lusser wurde gleich in zwei Kategorien
für seine Tätigkeit ausgezeichnet. Die Altstoff Recycling Austria AG
verleiht den Preis in Kooperation mit dem Magazin Umweltschutz für
außergewöhnliche Leistungen rund um die getrennte
Verpackungssammlung.

"Das Engagement der AbfallberaterInnen trägt im großen Maß dazu
bei, dass die ÖsterreicherInnen zu den SammelweltmeisterInnen zählen.
Sie sind der direkte Kontakt zur Bevölkerung und kennen auch deren
Bedürfnisse am besten. Der Preis zum/r AbfallberaterIn des Jahres ist
eine Möglichkeit und gleichzeitig ein Anlass, uns bei allen
AbfallberaterInnen für Ihren Einsatz zu bedanken", so Christian
Stiglitz, Vorstand der ARA AG.

Bundesweit sind etwa 220 AbfallberaterInnen im Einsatz, um die
ÖsterreicherInnen über die getrennte Verpackungssammlung zu
informieren und durch kreative Maßnahmen das Bewusstsein der
Bevölkerung für dieses Thema zu schärfen.

Die Prämierung der Gewinner fand unter dem Ehrenschutz von
Bundesminister DI Josef Pröll am 2. Juni im Kloster UND, Krems statt.
Die Festreden hielten Landesrat DI Josef Plank, Dr. Christian Keri
vom Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und
Wasserwirtschaft (BMLFUW) und der Obmann der AWA Krems, Bgm. Franz
Hölzl.

Umweltwandertag erfolgreichstes Projekt

In der Kategorie "Erfolgsprojekt" überzeugte Gerhard Lusser vom
Abfallwirtschaftsverband Osttirol die Fachjury mit einem
Umweltwandertag für Schulkinder. Lusser begleitete Schulklassen bei
einem Wandertag und brachte dabei das Thema Abfall den Kindern näher.
Mit viel Liebe zum Detail erarbeitete er ein Konzept von einzelnen
Stationen, die mithilfe einer Schatzkarte gefunden werden mussten.
Durch die Lösung verschiedenster, zum Thema Abfall passender,
Aufgaben sammelten die Kinder weitere Hinweise auf den Schatz. So
lernten die Kinder durch ein Erlebnis in entspannter Atmosphäre
grundsätzliche Do’s and Don’ts bei der Abfalltrennung, ohne dass die
Lehrer mit einem großen zusätzlichen Zeitaufwand belastet waren.

Den 2. Platz in der Kategorie Erfolgsprojekte errang der
Vorarlberger Umweltverband mit der "Litteringkampagne Vorarlberg" und
der 3. Platz ging an den Niederösterreichischen
Abfallwirtschaftsverband mit dem Jugendwettebewerb "Trash is out".

Preis für neue "Zukunfts"-Kategorie ebenfalls an Osttirol
Die Auszeichnung für die beste "Zukunftsidee" geht ebenfalls an
Gerhard Lusser und den Abfallwirtschaftsverband Osttirol. Seine Idee
einer bezirksweiten Schülerzeitung, die ein Mal pro Jahr
umweltspezifische Aktionen einzelner Schulen bezirksweit bekannt
machen wird, soll dem beherzten Umwelt-Engagement vieler Schulen zu
einer stärkeren Publizität verhelfen. Das Projekt "Schneeschaufeln
und Boxen aus Mülltonnen der beiden niederösterreichischen
Abfallberater Franz Rybaczek und Walter Knopf belegte den 2. Platz.
Platz 3 ging nach Tirol an Herrn Ing. Alexander Würtenberger, Frau
Mag. Kathrin Embacher und Frau Mag. Astrid Bayer-Schragl von ATM
(Abfallwirtschaft Tirol Mitte) für ihre Idee des "1. österreichischen
Müll-Museums".

Langjähriges Engagement wird belohnt

In der Kategorie Persönliches Langzeitengagement würdigte die Jury
heuer zwei AbfallberaterInnen. Die Niederösterreicherin Ing. Elfriede
Berger führte in ihrer langjährigen Tätigkeit zahlreiche Projekte
durch: von einer Abfallausstellung bis hin zu "ihren" Abfallpartys.
Dabei zeichnete sie sich stets durch den direkten Dialog und die
persönliche Beratung der BürgerInnen aus. Beeindruckend auch die
Leistung von dem seit 1988 tätigen Abfallberater Ing. Alexander
Würtenberger. Der Obmannstellvertreter des VABÖ (Verband
Abfallberatung Österreich) ist Herausgeber der Zeitschrift FORUM. Mit
Projekten, wie "Sauber statt Saubär", Alfons Trennfix u. a. wurde er
schon mehrfach mit dem Abfallberaterpreis ausgezeichnet. Würtenberger
ist seit 1993 Leiter der Abfallberatung der ATM (Abfallwirtschaft
Tirol Mitte) und baute dort die Abteilung Öffentlichkeitsarbeit auf.

Relaunch nach acht erfolgreichen Jahren

2004 erhielt der bei AbfallberaterInnen und der Öffentlichkeit
stets hervorragend ankommende Preis ein "Facelifting". Um das
Kreativpotenzial der AbfallberaterInnen noch besser auszuschöpfen,
wurde die neue Kategorie "Zukunftsidee" etabliert, in der bereits
konkrete, jedoch noch nicht umgesetzte, Ideen eingereicht werden
konnten.

Die AbfallberaterInnen selbst konnten erstmals die eingereichten
Projekte im Internet mitverfolgen und via Web-Voting ihre Stimme
abgeben, die dann in die Bewertung der Fachjury einfloss. In der
Fachjury vertreten waren Experten des ARA Systems, des Magazins
Umweltschutz und des BMLFUW, sowie des Österreichischen Städte- und
des Gemeindebundes, des Verbandes Abfallberater Österreich, der ARGE
Müllvermeidung und als Vorjahressieger der Abfallberater der
Stadtgemeinde Traismauer.

Rückfragehinweis:
Christian Mayer, Leiter Kommunikation ARA AG
Tel.: 01/599 97-320, mailto:[email protected]

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