WOLFMAYR: AUSGEWOGENE BEHANDLUNG DES KULTURELLEN REICHTUMS UNSERES LANDES UND SEINER REGIONEN

ÖVP-Kultursprecherinlobt Kunstbericht 2004

Wien (ÖVP-PK) - Positiv hob ÖVP-Kultursprecherin Abg. Dr. Andrea Wolfmayr heute, Dienstag, anlässlich der Diskussion über den Kunstbericht 2004 im Kulturausschuss hervor, wie schnell dieser Bericht dem Parlament vorgelegt wurde und behandelt werden kann. "In der bewährt klaren Form, übersichtlich und gut strukturiert, gibt der Kunstbericht in seinen Kapiteln eine hervorragende Übersicht über Literatur, Musik, darstellende und bildende Kunst, Photographie, Architektur, Design und Mode, über Film, Kino, Video und Medienkunst, aber auch über den internationalen Kulturaustausch. Regionale Kulturinitiativen werden ebenfalls schwergewichtig behandelt. Festspiele und Großveranstaltungen in den Bundesländern blühen auf und zeigen den kulturellen Reichtum in ganz Österreich. Die öffentliche Wahrnehmung der Kunst in Österreich zeigt eine sehr begrüßenswerte regionale Vielfalt und Ausgewogenheit", betonte Wolfmayr. ****

"Unsere Kunstpolitik zeichnet sich durch die Fortführung bewährter Zielsetzungen, durch Internationalisierung und Modernisierung, durch die Verbesserung der Infrastruktur aus. Auf die soziale Absicherung der KünstlerInnen wird Bedacht genommen", sagte Wolfmayr und hob Ankäufe, Einzelförderungen, sowohl Spitzen- wie auch Nachwuchsförderung, das Bekenntnis des Staates zur zeitgenössischen Kunst und die Einbeziehung der Wirtschaft durch Sponsoren hervor. "Also aktive Strukturarbeit plus Förderung einzelner Kunstschaffender." Zunehmend werde auf Vereinfachung, Beschleunigung und Objektivierung der Förderungsverfahren Augenmerk gelegt, auch die Richtlinien für die Gewährung von Förderungen seien seit der Reform wesentlich klarer und präziser. "Das Kulturbudget nimmt in Summe leicht zu - von 78,79 Millionen Euro im Jahr 2003 auf 79,39 Millionen Euro im Jahr 2004, das ist fast eine Dreiviertel Millionen Euro!"

Gerade im Bereich Film werde klar, wie im Rahmen des Mottos der europäischen Kulturpolitik "Kulturelle Identität erhalten, europäische Identität stärken" Österreich auf Erfolgskurs fährt, sagte die ÖVP-Kultursprecherin und nannte die Erhöhung der Filmförderung, die Novelle zum Filmförderungsgesetz, die Tagung des Europäischen Filmforums in Wien und die "Wiener Medienthesen" als wichtige Schritte. "International erfolgreiche europäische Filme sind das Ziel." Dazu habe der 2004 eingerichtete Fernseh-Filmförderungsfonds mit einer jährlichen Dotierung von 7,5 Mio. Euro ganz wesentlich beigetragen und bereits eine Wertschöpfung von rund 30 Mio. Euro in diesem Bereich bewirkt.

Betreffend die soziale Lage von KünstlerInnen werde zunehmend mehr Wert auf Erweiterung und Ausbau von Einzelförderungen, Auszeichnungen und die grundsätzliche Verbesserung von gesetzlichen Rahmenbedingungen gelegt, um die Wertigkeit und Bedeutung österreichischer Kunst und KünstlerInnen zu betonen und zu verstärken. "Der Künstler-Sozialversicherungsfonds hat sich etabliert und bewährt, als zweiter Schritt wurde mit 1.1. 2005 eine Erhöhung der Beitragszuschüsse zur Pensionsversicherung gesetzt, sodass der Zuschuss auf über 1.000 Euro pro Jahr, genau 1026 Euro, erhöht wurde."

Für ganz besonders wichtig hält Wolfmayr - selbst Autorin und ausgebildete Buchhändlerin - die rechtlichen Rahmenbedingungen wie die jetzt unbefristete Buchpreisbindung, die ihr als Autorin natürlich besonders am Herzen liegt und die ein Vorbild für andere Regelungen in Europa wurde. Im Bereich der Bundesbeschaffung konnten die notwendigen Ausnahmen im Sinne des regionalen Buchhandels erreicht werden.

Als Beispiel für wichtige gesetzliche Regelungen hob die steirische Abgeordnete das beispielhafte Kunst- und Kulturförderungsgesetz hervor, das der steirische Landtag in der Vorwoche beschlossen hat. Dieses Gesetz betont die wichtige Rolle der Förderung zeitgenössischer junger Nachwuchskunst und umschreibt hervorragend die Ziele und Intentionen einer modernen Kunstpolitik. "Nicht einmischen, bestimmen und regulieren, sondern strukturieren, akzentuieren und ermöglichen ist die Basis dieses beispielhaften Gesetzes, das die Zustimmung aller Parteien im steirischen Landtag erhalten hat."

Für die Zukunft sieht die ÖVP-Kultursprecherin einen Schwerpunkt im Bereich der Kreativwirtschaft, in dem Kunst und Wirtschaft höchst erfolgversprechende gemeinsame Projekte betreiben. Weitere Schwerpunkte sieht Wolfmayr beim EU-Kulturprogramm "Kultur 2000", das sich für Österreich hervorragend entwickelt hat und an dem viele österreichische Projekte teilnehmen konnten. An der Fortsetzung "Kultur 2007" werde bereits gearbeitet. Darüber hinaus gewinnen die regionalen Schwerpunktsetzungen mit neuen Zielen immer mehr an Bedeutung, beispielsweise Linz als europäische Kulturhauptstadt 2009 und die vielen wichtigen regionalen Festspiele auf österreichischen Bühnen, aber auch Initiativen wie der Kinder- und Jugendliteraturschwerpunkt.
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