- 31.05.2005, 13:35:30
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WOLFMAYR: AUSGEWOGENE BEHANDLUNG DES KULTURELLEN REICHTUMS UNSERES LANDES UND SEINER REGIONEN
ÖVP-Kultursprecherinlobt Kunstbericht 2004
Wien (ÖVP-PK) - Positiv hob ÖVP-Kultursprecherin Abg. Dr. Andrea
Wolfmayr heute, Dienstag, anlässlich der Diskussion über den
Kunstbericht 2004 im Kulturausschuss hervor, wie schnell dieser
Bericht dem Parlament vorgelegt wurde und behandelt werden kann. "In
der bewährt klaren Form, übersichtlich und gut strukturiert, gibt der
Kunstbericht in seinen Kapiteln eine hervorragende Übersicht über
Literatur, Musik, darstellende und bildende Kunst, Photographie,
Architektur, Design und Mode, über Film, Kino, Video und Medienkunst,
aber auch über den internationalen Kulturaustausch. Regionale
Kulturinitiativen werden ebenfalls schwergewichtig behandelt.
Festspiele und Großveranstaltungen in den Bundesländern blühen auf
und zeigen den kulturellen Reichtum in ganz Österreich. Die
öffentliche Wahrnehmung der Kunst in Österreich zeigt eine sehr
begrüßenswerte regionale Vielfalt und Ausgewogenheit", betonte
Wolfmayr. ****
"Unsere Kunstpolitik zeichnet sich durch die Fortführung bewährter
Zielsetzungen, durch Internationalisierung und Modernisierung, durch
die Verbesserung der Infrastruktur aus. Auf die soziale Absicherung
der KünstlerInnen wird Bedacht genommen", sagte Wolfmayr und hob
Ankäufe, Einzelförderungen, sowohl Spitzen- wie auch
Nachwuchsförderung, das Bekenntnis des Staates zur zeitgenössischen
Kunst und die Einbeziehung der Wirtschaft durch Sponsoren hervor.
"Also aktive Strukturarbeit plus Förderung einzelner
Kunstschaffender." Zunehmend werde auf Vereinfachung, Beschleunigung
und Objektivierung der Förderungsverfahren Augenmerk gelegt, auch die
Richtlinien für die Gewährung von Förderungen seien seit der Reform
wesentlich klarer und präziser. "Das Kulturbudget nimmt in Summe
leicht zu - von 78,79 Millionen Euro im Jahr 2003 auf 79,39 Millionen
Euro im Jahr 2004, das ist fast eine Dreiviertel Millionen Euro!"
Gerade im Bereich Film werde klar, wie im Rahmen des Mottos der
europäischen Kulturpolitik "Kulturelle Identität erhalten,
europäische Identität stärken" Österreich auf Erfolgskurs fährt,
sagte die ÖVP-Kultursprecherin und nannte die Erhöhung der
Filmförderung, die Novelle zum Filmförderungsgesetz, die Tagung des
Europäischen Filmforums in Wien und die "Wiener Medienthesen" als
wichtige Schritte. "International erfolgreiche europäische Filme sind
das Ziel." Dazu habe der 2004 eingerichtete
Fernseh-Filmförderungsfonds mit einer jährlichen Dotierung von 7,5
Mio. Euro ganz wesentlich beigetragen und bereits eine Wertschöpfung
von rund 30 Mio. Euro in diesem Bereich bewirkt.
Betreffend die soziale Lage von KünstlerInnen werde zunehmend mehr
Wert auf Erweiterung und Ausbau von Einzelförderungen, Auszeichnungen
und die grundsätzliche Verbesserung von gesetzlichen
Rahmenbedingungen gelegt, um die Wertigkeit und Bedeutung
österreichischer Kunst und KünstlerInnen zu betonen und zu
verstärken. "Der Künstler-Sozialversicherungsfonds hat sich etabliert
und bewährt, als zweiter Schritt wurde mit 1.1. 2005 eine Erhöhung
der Beitragszuschüsse zur Pensionsversicherung gesetzt, sodass der
Zuschuss auf über 1.000 Euro pro Jahr, genau 1026 Euro, erhöht
wurde."
Für ganz besonders wichtig hält Wolfmayr - selbst Autorin und
ausgebildete Buchhändlerin - die rechtlichen Rahmenbedingungen wie
die jetzt unbefristete Buchpreisbindung, die ihr als Autorin
natürlich besonders am Herzen liegt und die ein Vorbild für andere
Regelungen in Europa wurde. Im Bereich der Bundesbeschaffung konnten
die notwendigen Ausnahmen im Sinne des regionalen Buchhandels
erreicht werden.
Als Beispiel für wichtige gesetzliche Regelungen hob die
steirische Abgeordnete das beispielhafte Kunst- und
Kulturförderungsgesetz hervor, das der steirische Landtag in der
Vorwoche beschlossen hat. Dieses Gesetz betont die wichtige Rolle der
Förderung zeitgenössischer junger Nachwuchskunst und umschreibt
hervorragend die Ziele und Intentionen einer modernen Kunstpolitik.
"Nicht einmischen, bestimmen und regulieren, sondern strukturieren,
akzentuieren und ermöglichen ist die Basis dieses beispielhaften
Gesetzes, das die Zustimmung aller Parteien im steirischen Landtag
erhalten hat."
Für die Zukunft sieht die ÖVP-Kultursprecherin einen Schwerpunkt
im Bereich der Kreativwirtschaft, in dem Kunst und Wirtschaft höchst
erfolgversprechende gemeinsame Projekte betreiben. Weitere
Schwerpunkte sieht Wolfmayr beim EU-Kulturprogramm "Kultur 2000", das
sich für Österreich hervorragend entwickelt hat und an dem viele
österreichische Projekte teilnehmen konnten. An der Fortsetzung
"Kultur 2007" werde bereits gearbeitet. Darüber hinaus gewinnen die
regionalen Schwerpunktsetzungen mit neuen Zielen immer mehr an
Bedeutung, beispielsweise Linz als europäische Kulturhauptstadt 2009
und die vielen wichtigen regionalen Festspiele auf österreichischen
Bühnen, aber auch Initiativen wie der Kinder- und
Jugendliteraturschwerpunkt.
(Schluss)
Rückfragehinweis:
Pressestelle des ÖVP-Parlamentsklubs
Tel. 01/40110/4432
http://www.oevpklub.at
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