- 26.05.2005, 10:40:52
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Maier: Gefahr durch Vogelgrippe darf nicht unterschätzt werden!
Österreich hat Handlungsbedarf! Initiative der SPÖ im Gesundheitsausschuss erfolgreich!
Wien (SK) Neue Infektionskrankheiten stellen nach Angaben der WHO
eine bislang nicht absehbar große Gefahr für die Menschheit dar,
betonte SPÖ-Konsumentenschutzsprecher Johann Maier am Donnerstag
gegenüber dem Pressedienst der SPÖ. Wie groß die Gefahr ist, zeigen
die aktuellen Zahlen. Eine Vogelgrippe-Epidemie könnte zur Folge
haben, dass 20 Prozent der Weltbevölkerung erkranken. Innerhalb
weniger Monate müssten bis zu 30 Millionen Menschen ins Krankenhaus
eingeliefert werden, ein Viertel von ihnen würde sterben.
International anerkannte Experten orten insbesonders in China ein
hohes Vogelgripperisiko. "Wir haben aus diesem Grund ein
Maßnahmenpaket für Österreich gefordert, das in einer gemeinsamen
4-Parteien-Ausschussfeststellung dokumentiert ist", zeigte sich
SPÖ-Konsumentenschutzsprecher Johann Maier erfreut. ****
Aus diesem Grund wurden im Kampf gegen neue Infektionskrankheiten wie
SARS, Hühnerpest und Vogelgrippe die Verhaltensregeln für Staaten in
der internationalen Gemeinschaft verschärft. Schnellere und
umfassendere Information im Falle eines Ausbruchs spielen dabei eine
entscheidende Rolle. Darüber hinaus werden in Zukunft auch Meldungen
nichtstaatlicher Organisationen berücksichtigt werden. Im Krisenfall
kann die WHO auch den weltweiten Reiseverkehr und den Handel mit dem
betroffenen Land oder einer Region einschränken. Leider verweigern
einige Länder, unter anderen Vietnam, Thailand und Kambodscha die
Zusammenarbeit mit der WHO.
Die in der 4-Parteien-Ausschussfeststellung geforderten Maßnahmen im
einzelnen:
· Die Gesundheitsministerin wird aufgefordert sich innerhalb
der EU für die Schaffung eines Europäischen Zentrums für Prävention
und Bekämpfung von Seuchen einzusetzen.
· In Abstimmung mit den Bundesländern wird die Ministerin
aufgefordert, dem Nationalrat raschest möglich einen
Gesetzesvorschlag zur Umsetzung der WHO-Regelungen zuzuleiten,
· sowie umgehend alle notwendigen organisatorischen Maßnahmen
zur Bekämpfung dieser neuen gefährlichen Infektionskrankheiten zu
setzen.
"Aus Sicht der SPÖ ist in diesem Zusammenhang die Kompetenzverteilung
zwischen Bund und Ländern einer Prüfung zu unterziehen, da für die
Bekämpfung einer Pandemie eine ausdrückliche Zuständigkeit des Bundes
festgeschrieben werden sollte", betonte Maier abschließend. (Schluss)
up/ws
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