• 25.05.2005, 09:12:15
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135 Bürgermeister unterzeichnen Appell gegen Feinstaub

Greenpeace fordert Garantien der Landeshauptleute-Konferenz

Wien/Pamhagen (OTS) - Jedes Jahr könnten in Österreich Tausende
vorzeitige Todesfälle vermieden werden, wenn die
Feinstaubkonzentration deutlich abgesenkt wird - durch die Einhaltung
der gesetzlich vorgeschriebenen Grenzwerte. Greenpeace übergibt daher
heute einen Appell von 135 Bürgermeistern aus ganz Österreich an die
Landeshauptleutekonferenz im burgenländischen Pamhagen. Auf einem
großen Banner sind alle Gemeinden aufgelistet, die die
Greenpeace-Forderung nach sauberer Luft unterstützen. Der Vorsitzende
der Konferenz, Burgenlands Landeshauptmann Hans Niessl, hat auf
Drängen von Greenpeace das Thema Feinstaub kurzfristig auf die
Tagesordnung gesetzt. "Dass sich die Landeshauptleute dem Thema
Feinstaub offiziell widmen, ist ein erster wichtiger Schritt",
kommentiert Greenpeace-Verkehrsexperte Erwin Mayer. Greenpeace
fordert eine Garantie der Landeshauptleute gegen weitere
Grenzwertüberschreitungen.

Greenpeace errechnete anhand jüngster Forschungsergebnisse, dass die
Anzahl frühzeitiger Sterbefälle in Österreich um 9 Prozent sinken
könnte, wenn der Jahresmittelwert von PM10 um 10 Mikrogramm/m3
abgesenkt wird. Derzeit liegt dieser Wert Österreichweit zwischen 30
und 40 Mikrogramm, an einzelnen Messstationen auch darüber. "Die
Österreicherinnen und Österreicher haben ein Recht darauf, dass die
Feinstaub-Grenzwerte im Herbst nicht wieder überschritten werden. Und
die Landeshauptleute müssen die geeigneten Maßnahmen treffen",
fordert Mayer eine Garantie gegen Feinstaub von der
Landeshauptleutekonferenz.

Dieser Forderung schließen sich auch die "Ärzte und Ärztinnen für
eine gesunde Umwelt" an: "Es ist wissenschaftlich unbestritten, dass
die hohe Konzentration an Feinstaub und Ultrafein-Staub im
Straßenraum zu zahlreichen Gesundheitsproblemen wie Bronchitis,
Asthmaanfälle und Herzinfarkte führt", so der Sprecher der
Organisation, Hans-Peter Hutter. "Für Feinstaub gilt: Je höher die
Konzentrationen, desto größer das Gesundheitsrisiko."

"Die Landeshauptleute müssen den Verharmlosungsversuchen von
Industriellenvereinigung und Autolobby eine klare Absage erteilen",
betont Erwin Mayer. Angesichts der Tatsache, dass es keinen
"gesunden" Schwellenwert für Feinstaub gibt, fordert Greenpeace eine
österreichische Initiative zur Absenkung der Grenzwerte nach dem
Vorbild der Schweiz: Dort darf der Jahresmittelwert maximal 20
Mikrogramm/m3 betragen, in Österreich sind es 40 Mikrogramm/m3. "Die
Menschen in Österreich haben dasselbe Recht auf saubere Luft wie die
Schweizer. Die Landeshauptleute müssen heute den Anfang zu einer
deutlichen Reduktion der Feinstaubbelastung machen", fordert Mayer
abschließend.

Rückfragehinweis:
Axel Grunt, Pressesprecher Greenpeace, 01-5454580-33 od. 0664-2407075
Mag. Erwin Mayer, Verkehrs-Experte Greenpeace, 01-5454580-48 od. 0664-2700441
DI Dr. Hans-Peter Hutter, Ärzte und Ärztinnen für eine gesunde Umwelt, 01-4277-64727

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | GRP

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