• 22.05.2005, 10:02:29
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  • OTS0016 OTW0016

Weinzinger: Veraltete Regierungspolitik nicht veraltete Zahlen Grund für mangelnde Chancengleichheit

Verteidigungsstrategie der Frauenministerin bricht zusammen

Wien (OTS) - "Rauch-Kallats Verteidigungsstrategie betreffend des
schlechten Abschneidens Österreichs bei der Chancengleichheit von
Mann und Frau bricht nach der Stellungnahme der Studienautorin
zusammen. Nicht das angeblich veraltete Zahlenmaterial , sondern das
völlige Fehlen von Gleichstellungspolitik ist verantwortlich für
Österreichs 28. Platz. Statt haltlose Vorwürfe zu erheben, sollte die
Frauenministerin die Studie zum Anlass nehmen, vor allem in den
Defizitbereichen der Studie rasch Abhilfe zu schaffen", fordert
Brigid Weinzinger, Frauensprecherin der Grünen. Die Studienautorin
Saadia Zahidi, Wirtschaftsexpertin beim Weltwirtschaftsforum (WEF) in
Genf, betonte in einem Gespräch mit der APA, dass sie immer nur die
aktuellsten Zahlen verwendet habe, konkret jene aus dem Jahr 2004.

"Das besonders schlechte Abschneiden Österreichs bei der
Einkommensgerechtigkeit ist nicht zuletzt auf den hohen Anteil von
Teilzeit- und geringfügigen Beschäftigungen zurückzuführen",
analysiert Weinzinger. Es bestehe daher besonderer Handlungsbedarf
beim Schaffen von Karrieremöglichkeiten für Teilzeitbeschäftigte
sowie beim Steigern der Vollzeitbeschäftigung von Frauen. Zudem
müssten die Rahmenbedingungen müssen bei Kinderbetreuung und
Mobilität verbessert werden. "In internationalen Studien sackt
Österreich immer weiter ab. Eine Trendumkehr ist dringend notwendig.
Die Regierung soll sich ein Beispiel an den fortschrittlichen Staaten
nehmen, statt die Probleme zu verharmlosen oder angeblich veralteten
Zahlen anzudichten", so Weinzinger.

Rückfragehinweis:
Die Grünen, Tel.: +43-1 40110-6697, [email protected]

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