Weinzinger: Veraltete Regierungspolitik nicht veraltete Zahlen Grund für mangelnde Chancengleichheit

Verteidigungsstrategie der Frauenministerin bricht zusammen

Wien (OTS) - "Rauch-Kallats Verteidigungsstrategie betreffend des schlechten Abschneidens Österreichs bei der Chancengleichheit von Mann und Frau bricht nach der Stellungnahme der Studienautorin zusammen. Nicht das angeblich veraltete Zahlenmaterial , sondern das völlige Fehlen von Gleichstellungspolitik ist verantwortlich für Österreichs 28. Platz. Statt haltlose Vorwürfe zu erheben, sollte die Frauenministerin die Studie zum Anlass nehmen, vor allem in den Defizitbereichen der Studie rasch Abhilfe zu schaffen", fordert Brigid Weinzinger, Frauensprecherin der Grünen. Die Studienautorin Saadia Zahidi, Wirtschaftsexpertin beim Weltwirtschaftsforum (WEF) in Genf, betonte in einem Gespräch mit der APA, dass sie immer nur die aktuellsten Zahlen verwendet habe, konkret jene aus dem Jahr 2004.

"Das besonders schlechte Abschneiden Österreichs bei der Einkommensgerechtigkeit ist nicht zuletzt auf den hohen Anteil von Teilzeit- und geringfügigen Beschäftigungen zurückzuführen", analysiert Weinzinger. Es bestehe daher besonderer Handlungsbedarf beim Schaffen von Karrieremöglichkeiten für Teilzeitbeschäftigte sowie beim Steigern der Vollzeitbeschäftigung von Frauen. Zudem müssten die Rahmenbedingungen müssen bei Kinderbetreuung und Mobilität verbessert werden. "In internationalen Studien sackt Österreich immer weiter ab. Eine Trendumkehr ist dringend notwendig. Die Regierung soll sich ein Beispiel an den fortschrittlichen Staaten nehmen, statt die Probleme zu verharmlosen oder angeblich veralteten Zahlen anzudichten", so Weinzinger.

Rückfragen & Kontakt:

Die Grünen, Tel.: +43-1 40110-6697, presse@gruene.at

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | FMB0001