Bausparen: Moser kritisiert Ausweitung der Sparförderung

"Grasser zapft private Ersparnisse für klassische öffentliche Aufgaben - Pflege und Bildung - an"

Wien (SK) SPÖ-Wirtschaftssprecher Johann Moser lehnt die
heute von Finanzminister Grasser angekündigte Ausweitung des Verwendungszwecks von Bauspardarlehen entschieden ab. Grasser will, dass diese Darlehen auch für Pflege und Bildung verwendet werden können, mit der Begründung, deren Finanzierung von staatlicher Seite sei "zunehmend problematischer" geworden. Dazu Moser: "Grasser will für klassische öffentliche Aufgaben private Ersparnisse anzapfen. Das muss man als Vorboten für eine Privatisierung sehen." ****

Außerdem sei dieses Vorhaben wirtschaftspolitisch "absolut kontraproduktiv", betonte Moser am Freitag gegenüber dem SPÖ-Pressedienst. "Die österreichische Wirtschaft braucht dringend eine Stärkung der Inlandsnachfrage. Mit einer zusätzliche Sparförderung wird das Gegenteil erreicht. Grasser dämpft damit und mit den Belastungen durch die höheren Gebühren und Abgaben den privaten Konsum weiter und verhindert damit eine Erholung der Konjunktur", kritisierte Moser.

Schließlich sieht Moser in dem neuen Vorhaben von Grasser eine "unverstellte Klientelpolitik" für Wüstenrot und Raiffeisen. Moser: "In der Endphase der Regierung verstärkt Grasser noch einmal die Freundschaftsdienste für Ex-Regierungsmitglieder wie die Chefin von Wüstenrot Riess-Passer und den grünen Riesen Raika." Der SPÖ-Wirtschaftssprecher hält das für absolut verantwortungslos: "Es kann ja nicht sein, dass die Anliegen der Bausparkassen wichtiger sind als die Anliegen der gesamten Wirtschaft. Staatliche Sparförderung muss so eingesetzt werden, dass sie die bestmöglichen Auswirkungen auf die gesamte Wirtschaft haben." (Schluss) wf

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