- 13.05.2005, 12:28:04
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Heinisch-Hosek: So geht's nicht - Klares Nein zu Frauen im Zivildienst
Zivildienst für Frauen öffnet Lohndumping und verpflichtendem Wehrdienst Tür und Tor
Wien (SK) Ablehnend steht SPÖ-Frauensprecherin Gabriele
Heinisch-Hosek dem Plan der Regierung gegenüber, dass Frauen in
Zukunft freiwilligen Zivildienst leisten können. "Unsere
Befürchtungen sind groß, dass der nächste Schritt der verpflichtende
Wehrdienst für Frauen sein wird und dass außerdem Lohndumping in den
Sozial- und Pflegeberufen Tür und Tor geöffnet wird", so
Heinisch-Hosek Freitag gegenüber dem Pressedienst der SPÖ. ****
Tatsache sei, dass Frauen bereits jetzt ein freiwilliges
Sozialjahr absolvieren können. Der einzige Grund für den jetzigen
Vorstoß für einen freiwilligen Zivildienst für Frauen könne daher nur
sein, Frauen schleichend in die allgemeine Wehrpflicht zu führen.
Ein weiteres stichhaltiges Argument gegen den Regierungsplan
sei das drohende Lohndumping in den Sozial- und Pflegeberufen, von
dem vor allem Frauen betroffen wären. Hier müsse es vielmehr darum
gehen, für bessere Rahmenbedingungen und eine gute Bezahlung in
diesen Berufen zu sorgen, damit auch längerfristig Personal für
diesen wichtigen Bereich gewonnen werden kann.
Schließlich müsse auch die Regierung zur Kenntnis nehmen,
dass der Großteil der unbezahlten Arbeit - egal ob es um die
Versorgungsarbeit in der Familie oder die Betreuung älterer Menschen
geht - heute immer noch in Frauenhand liege. "Solange Frauen und
Männer nicht völlig gleichgestellt sind, kann es keinerlei
Überlegungen in Richtung Wehr- oder Zivildienst für Frauen geben", so
die SPÖ-Frauensprecherin abschließend. (Schluss) cs
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