Heinisch-Hosek: So geht's nicht - Klares Nein zu Frauen im Zivildienst

Zivildienst für Frauen öffnet Lohndumping und verpflichtendem Wehrdienst Tür und Tor

Wien (SK) Ablehnend steht SPÖ-Frauensprecherin Gabriele Heinisch-Hosek dem Plan der Regierung gegenüber, dass Frauen in Zukunft freiwilligen Zivildienst leisten können. "Unsere Befürchtungen sind groß, dass der nächste Schritt der verpflichtende Wehrdienst für Frauen sein wird und dass außerdem Lohndumping in den Sozial- und Pflegeberufen Tür und Tor geöffnet wird", so Heinisch-Hosek Freitag gegenüber dem Pressedienst der SPÖ. ****

Tatsache sei, dass Frauen bereits jetzt ein freiwilliges Sozialjahr absolvieren können. Der einzige Grund für den jetzigen Vorstoß für einen freiwilligen Zivildienst für Frauen könne daher nur sein, Frauen schleichend in die allgemeine Wehrpflicht zu führen.

Ein weiteres stichhaltiges Argument gegen den Regierungsplan sei das drohende Lohndumping in den Sozial- und Pflegeberufen, von dem vor allem Frauen betroffen wären. Hier müsse es vielmehr darum gehen, für bessere Rahmenbedingungen und eine gute Bezahlung in diesen Berufen zu sorgen, damit auch längerfristig Personal für diesen wichtigen Bereich gewonnen werden kann.

Schließlich müsse auch die Regierung zur Kenntnis nehmen, dass der Großteil der unbezahlten Arbeit - egal ob es um die Versorgungsarbeit in der Familie oder die Betreuung älterer Menschen geht - heute immer noch in Frauenhand liege. "Solange Frauen und Männer nicht völlig gleichgestellt sind, kann es keinerlei Überlegungen in Richtung Wehr- oder Zivildienst für Frauen geben", so die SPÖ-Frauensprecherin abschließend. (Schluss) cs

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