Darabos: Schließung von 310 Postämtern ist eindeutig Niederlage der schwarz-blau-orangen Regierung

Nächste Schließungswelle droht ab 2008

Wien (SK) Die Schließung von 310 Postämtern, die nun
endgültig bis Juli vollzogen sein wird, sei eindeutig als eine Niederlage der schwarz-blau-orangen Regierung zu werten, sagte SPÖ-Bundesgeschäftsführer Norbert Darabos in Reaktion auf eine Pressekonferenz von Staatssekretär Mainoni. "Im vergangenen Dezember hat der zuständige Minister Gorbach noch davon gesprochen, dass ein Großteil der vor der Schließung stehenden 357 Postämtern nicht geschlossen werden soll. Jetzt ist genau das Gegenteil vollzogen worden, nämlich ein Großteil der Postämter, es sind 310, wird dicht gemacht. Wenn nun Mainoni angesichts dieser Zahlen von einem 'sehr guten Ergebnis' spricht, ist das ein weiterer Affront für die 200.000 betroffenen Haushalte", so Darabos Donnerstag gegenüber dem SPÖ-Pressedienst. ****

"Es ist zu fragen, wie Mainoni zu der Aussage kommt, das Ziel, die Infrastruktur im ländlichen Raum zu erhalten, sei erreicht worden. Was versteht der Staatssekretär unter Infrastruktur, wenn nun flächendeckend Postämter zugesperrt werden, Gendarmerieposten schon längst dicht gemacht wurden, Bezirksgerichte geschlossen und Nebenbahnen aufgelassen wurden", so Darabos. "Diese Regierung lebt in einem Potemkinschen Dorf, wo es in ihren Ausführungen zwar schöne Fassaden gibt, dahinter aber nur noch ödes Land liegt", sagte der SPÖ-Bundesgeschäftsführer.

Und es werde noch öder in den ländlichen Regionen werden. "Bei der heutigen Pressekonferenz wollte weder der anwesende Vorstandsdirektor der Post, Herbert Götz, noch Mainoni ausschließen, dass weitere, wahrscheinlich wieder Hunderte Postämter ab 2008 zugesperrt werden", so Darabos. Beide Herren verwiesen dabei auf die Unwägbarkeiten einer Liberalisierung des Briefmarktes und des bevorstehenden Börsenganges der Post. "Es ist außerdem anzunehmen, dass bis Mitte kommenden Jahres etliche der 47 Postämter, die nun doch nicht gleich geschlossen wurden, erst recht dicht machen werden und dass viele der nun als adäquaten Ersatz für die Postämter angekündigten Ersatzlösungen, nicht den Ansprüchen und Anforderungen der Menschen in den betroffenen Gebieten entsprechen werden", so Darabos.

"310 zugesperrte Postämter ist das jämmerliche Ergebnis einer Politik einer Bundesregierung, die wie Mainoni es selbst ausdrückte, die Gewinnmaximierung und nicht die Bedürfnisse der Bevölkerung im Auge hat und die vor allem darauf schaut, möglichst hohe Dividenden aus der Post herauszuziehen, um dringend benötigtes Geld für ihre desaströse Budgetpolitik zu erhalten", schloss Darabos. (Schluss) ns

Rückfragen & Kontakt:

Pressedienst der SPÖ
Tel.: (++43-1) 53427-275
http://www.spoe.at

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | SPK0012