• 10.05.2005, 09:24:52
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Ganztagsbetreuung: WKÖ appelliert an Bund und Gemeinden für eine rasche tragfähige Lösung

Landertshammer: Offene Fragen zur Nachmittagsbetreuung verunsichern nicht nur die Eltern, sondern auch die Unternehmen - Die Entscheidung Kinder zu bekommen muss unterstützt werden

Wien (PWK333) - Wie Michael Landertshammer, Leiter der
Bildungspolitischen Abteilung in der Wirtschaftskammer Österreich
(WKÖ), feststellt, geht es bei der Ganztagsbetreuung nicht nur um
Vereinbarkeit von Beruf und Familie, sondern auch um die
Notwendigkeit, die Entscheidung von jungen Menschen für Kinder so gut
es geht zu erleichtern und zu unterstützen. "Betroffen sind neben den
unselbständig Erwerbstätigen mit Kinderbetreuungspflichten vor allem
auch UnternehmerInnen aus Klein- und Mittelbetrieben", weiß der
Bildungsexperte.

Überdies zeigt die Bevölkerungsentwicklung wie sehr wir uns alle in
Zukunft mehr darum kümmern müssen, dass berufliche Karriereerwartung
und Kinderwunsch besser in Einklang gebracht werden können. Durch
Mutterschutz und Karenz leistet die Wirtschaft bereits seit langem
einen wesentlichen Beitrag, um die Entscheidung von jungen Menschen
für Kinder zu erleichtern und zu unterstützen. Doch auch für die
Schule ergibt sich laut Landertshammer zusätzlicher Handlungsbedarf.
Die WKÖ unterstützt daher den von Bildungsministerin Gehrer
eingeschlagenen Weg, die Kinderbetreuungsinfrastruktur auszubauen.

Sowohl aus volkswirtschaftlicher Perspektive als auch aus
Unternehmenssicht hält die WKÖ den Ausbau der Kinderbetreuung in
Österreich für dringend erforderlich. "Den Eltern sollten dabei ein
flächendeckendes Angebot ganztägiger Betreuungseinrichtungen zur
Verfügung stehen, das in Umfang und Qualität dem EU-Standard
entspricht", fordert Landertshammer.

Mit einer verbesserten Vereinbarkeit von Familie und Beruf ergeben
sich rechnerisch wesentliche steuerliche Mehreinnahmen. Zusätzlich
erreicht man Einsparungen in der Arbeitslosenversicherung, weil
bekanntlich mit der Dauer einer durch Kinderbetreuungspflichten
erforderlichen Erwerbslosigkeit die Schwierigkeiten bei der
beruflichen Wiedereingliederung immer größer werden.

Landertshammer appelliert daher an alle Beteiligten im Sinne der
österreichischen Wirtschaft, der Eltern und nicht zuletzt der Kinder,
rasch eine gemeinsame Lösung zu finden. (Ne)

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