• 08.05.2005, 19:55:16
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"Neues Volksblatt" Kommentar: "Nie wieder" (Von Michaela Ecklbauer)

Ausgabe vom 9. Mai 2005

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Linz (OTS) - "Wegschauen und Verdrängen ist keine Antwort", das
wurde bei den Feiern zum Gedenken an die Gräueltaten des NS-Regimes
deutlich. Kardinal Christoph Schönborn sprach in seiner Festrede
davon, dass Menschen aus ganz Europa in Mauthausen ein "Stück Hölle
auf Erden" erleiden mussten. Die Hälfte der 200.000 KZ-Insassen haben
das Grauen nicht überlebt. Unmissverständlich machte er aber auch
deutlich, "dass die Bestien, die hier gewütet haben, keine
blindwütigen Fanatiker einer anderen Kultur waren. Es waren Menschen
wie wir. Mit Frauen und Kindern zu Hause, die sie liebten."
Die NS-Zeit zeigt auf, dass der Mensch - angetrieben von
unterschiedlichen Motiven - zu allem fähig ist. Er kann gleichzeitig
die Seinen lieben und beschützen und zu anderen Menschen grausam
sein, die in seinen Augen den "Makel haben" anderer Abstammung zu
sein, anders zu denken oder behindert zu sein. In Kriegszeiten tritt
dieser Zwiespalt, der in uns innewohnen kann, besonders zu Tage.
Daher kann es nicht genug Mahnmale und Gedenkfeiern geben, die auch
kommenden Generationen das wahre Ausmaß des Genozids vor Augen
führen.

OTS0045    2005-05-08/19:55

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