• 29.04.2005, 13:16:26
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Heinisch-Hosek: Einkommenssituation von Frauen in Österreich dramatisch!

Sozialbericht mit Expertenhearing im Parlament

Wien (SK) "Die Armut ist weiblich, der Reichtum ist männlich! Die
Einkommensunterschiede zwischen Männern und Frauen steigen weiterhin!
Alleinerziehende (zum überwiegenden Teil Frauen) sind
überdurchschnittlich armutsgefährdet! Diese traurigen Fakten lassen
sich aus dem Sozialbericht 2003/2004 leicht herauslesen", kritisierte
SPÖ-Frauen- und Gleichbehandlungssprecherin Gabriele Heinisch-Hosek.
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Beginnen diese Unterschiede bereits während des Arbeitslebens, wird
es im Pensionsalter noch schlimmer. So verdienen beispielsweise
Arbeiterinnen im Durchschnitt nicht einmal die Hälfte vom Entgelt
ihrer männlichen Kollegen und Angestellte knapp mehr als die Hälfte
der Männergehälter. Bei einem männlichen Angestellten betrug die
durchschnittliche Pension 1.771 Euro, die einer Arbeiterin hingegen
544 Euro, die einer Angestellten 1.003 Euro. Im Dezember 2003 bezogen
228.380 Personen eine Ausgleichzulage. "Mehr als 70 Prozent davon
waren Frauen", ist Heinisch-Hosek erschüttert.

Vor allem Teilzeitarbeit und wenig qualifizierte Tätigkeiten
schränken die Karrierechancen und Verdienstmöglichkeiten der Frauen
massiv ein, so die SPÖ-Frauensprecherin. "Die Regierung ist dringend
gefordert geeignete Maßnahmen für Frauen zu setzen, die die Probleme
des Wiedereinstiegs und der Vereinbarkeit von Familie und Beruf
lösen. Dazu gehören vor allem der Ausbau von Kinderbetreuungsplätzen
und eine Flexibilisierung des Kindergelds", schloss Heinisch-Hosek.
(Schluss) up/ws

OTS0231    2005-04-29/13:16

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