Präs. Pacher: Das ist reines Raubrittertum

Kärnten in allen Richtungen von Mautschranken umgeben

Wien (OTS) - Empört ist die Wirtschaftskammer Kärnten über die heutige Resolution der Kärntner Landesregierung, mit der eine zusätzliche LKW-Maut auf der A2 im Pack-Abschnitt befürwortet werden soll. Präsident Pacher spricht von "nicht nachvollziehbaren Maßnahmen" und non "Raubrittermanier".

Pacher: "Nicht genug, dass wir mit den bestehenden Sondermauten auf der Tauernautobahn zu kämpfen haben, die Kärnten und die heimischen Betriebe im besonderen Ausmaß diskriminieren. Eine weitere Sondermaut auf der Pack würde Kärnten auch noch vom wichtigen ostösterreichischen Markt und Absatzmärkten in Osteuropa abschotten."

In einer ersten Stellungnahme befürchtet er gravierende zusätzliche Nachteile für den Wirtschaftstandort Kärnten. Pacher hält im Übrigen die Bemautung auf dem Pack-Abschnitt für mehr als willkürlich: Wieso kommen immer Kärnten und die Kärntner Wirtschaft zum Handkuss? Wieso wird eine Maut nicht am Wechselabschnitt der A2 eingeführt oder im Raum Wien?

Pacher verlangt die sofortige Rücknahme der Resolution: "Kärnten hat schon genug Vorleistungen für den Autobahnbau und die Verkehrsinfrastruktur erbracht." Er befürchtet überdies, dass das Aufkommen einer solchen Zusatzmaut nur zum Stopfen von Budgetlöchern verwendet wird. Bezeichnend ist für Pacher auch der Stil der politischen Kultur in Kärnten: "Der heutige Vorstoß ist mit der Wirtschaft überhaupt nicht abgesprochen, wir sollen offensichtlich vor vollendete Tatsachen gestellt werden."

Der ins Spiel gebrachten Wegekostenrichtlinie als Argument für eine zusätzliche Maut kann Pacher auch nichts abgewinnen: Die EU-Wegekostenlichtlinie rechtfertigt keine Quersubventionierungsmöglichkeit für die Koralmbahn.

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