SPÖ-Schopf: Flexibilisierung: Ja, Lohnraub: Nein!

Wien (SK) "Die Bundesregierung rast von einem Gipfel zum nächsten:
Sicherheitsgipfel, Arbeitszeitgipfel, Arbeitsmarktgipfel. Dass die Gipfel mehr bringen als Gruppenfotos in den Zeitungen glaubt im ganzen Land niemand mehr", kritisiert SPÖ-Abgeordneter Walter Schopf. ****

Als Beispiel führt Schopf den Arbeitszeitgipfel an: "Die Unternehmen schreien nach etwas, das sie ohnehin schon längst haben aber nicht nutzen - nach flexiblen Arbeitszeiten. Wirtschaftskammer und Industriellenvereinigung legen in einem beispiellosen Alleingang einen Entwurf für ein neues Arbeitszeitgesetz vor - und verlassen damit den Weg der Sozialpartnerschaft. All diese Vorschläge zielen auf eines ab: länger arbeiten, weniger verdienen."

Die ArbeitnehmerInnen hätten, sagt Schopf, schon in den vergangenen Jahrzehnten bewiesen, dass sie bereit seien, flexibel zu arbeiten. "Und die Gewerkschaften haben da, wo es gebraucht wurde, immer flexibel reagiert und Lösungen gefunden. Aber für dumm lassen wir uns sicher nicht verkaufen!" Viele Unternehmer hätten nun ihr wahres Gesicht gezeigt, erklärt Schopf: "Sie wollen an den Beschäftigten noch mehr verdienen, wollen, dass sie ums gleiche Geld noch länger arbeiten." In fast allen aktuellen Lohnverhandlungen würden die Gewerkschaften mit Arbeitszeit-Forderungen der Arbeitgeber konfrontiert, die genau das bringen würden: mehr arbeiten, weniger Lohn. Auch der Druck auf die Kolleginnen und Kollegen in den Betrieben steige, berichtet Schopf aus der täglichen Arbeit. "Aus vielen Betrieben wissen wir, dass die Geschäftsleitungen gern 60 Stunden in der Woche arbeiten lassen würden, und die Methoden, mit denen sie die Beschäftigten 'überzeugen' wollen, grenzen oft schon an Erpressung, nach dem Motto 'entweder du hackelst freiwillig länger oder du bist deinen Job los'." (Schluss) se/mm

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