Roland-Rainer-Komitee mahnt zur Würdigung des Architekten

Roland Rainers einzigartige Architekturgesinnung muss als Herausforderung für das Baugeschehen von heute bewahrt werden. Wien (OTS) - Seit dem Tod des Architekten, Stadtplaners und Autors Roland Rainer, Ehrenbürger der Stadt Wien, ist ein Jahr vergangen. Mit seinem "gebauten Werk", seinen Raumordnungskonzepten und seinen wertvollen Publikationen zum Thema Siedlung und Wohnen hat Roland Rainer unbestritten eine bedeutende Position in der Architektur inne. Sein Werk ist die Manifestation einer Geisteshaltung, die Architektur als Gestaltung sozialer Zusammenhänge versteht und damit ein wesentliches kulturelles Vermächtnis.

Eine entsprechende Würdigung seines Werks steht trotz der Bemühungen des Roland-Rainer-Komitees großteils noch aus.

Seit seinem Tod bemüht sich das Roland-Rainer-Komitee um die Bewahrung seiner einzigartigen Architekturgesinnung. Am 25. August 2004 hat es eine Resolution verabschiedet, die die Errichtung eines "Roland-Rainer-Chairs für Habitat, Environment and Conservation" an der Akademie der bildenden Künste Wien, die Schaffung eines Roland-Rainer-Archivs, eines Roland-Rainer-Preises und eines Roland-Rainer-Platzes vorsah. Die Resolution wandte sich an die zuständigen Politiker der Republik Österreich mit dem Ansinnen, diese bis zum 1. Mai 2005 - an diesem Tag hätte Roland Rainer seinen 95. Geburtstag gefeiert - umzusetzen.

Trotz zahlreicher Einzelgespräche mit den Verantwortlichen konnte lediglich ein Punkt der Roland-Rainer-Resolution realisiert werden:
Der im Jahr 2001 erstmals ausgelobte Roland-Rainer-Wettbewerb konnte reaktiviert werden und wird heuer von der Bundeskammer der Architekten und Ingenieurskonsulenten und der Stadt Wien als internationaler, offener Ideenwettbewerb ausgelobt.

Aus Anlass des 95. Geburtstags von Roland Rainer am 1. Mai 2005 ruft das Roland-Rainer-Komitee die Notwendigkeit der Errichtung eines Roland-Rainer-Lehrstuhls, eines Roland-Rainer-Archivs und eines Roland-Rainer-Platzes in Erinnerung. Seine einzigartige Architekturgesinnung muss als Herausforderung für das Baugeschehen für heute lebendig bleiben.

Dem Roland-Rainer-Komitee gehören an: Gregor Eichinger (Eichinger oder Knechtl, Architekten und Designer), Doris Fercher (Journalistin), Simonetta Ferfoglia und Heinrich Pichler (Künstlergruppe Gangart), Dieter Henke und Marta Schreieck (Henke und Schreieck Architekten), Herbert Kramel (Architekturprofessor ETH Zürich), Wolfgang Kos (Direktor Wien Museum), Christian Kröpfl (Atelier Rainer), Peter Noever (Direktor MAK), Carl Pruscha (Professor und ehemaliger Rektor der Akademie der bildenden Künste), Johanna Rainer (Architektin), Ute Woltron (freie Journalistin).

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