- 20.04.2005, 13:22:21
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Kultusgemeinde verurteilt Kampls Entgleisungen im Bundesrat
Leute seines Schlages sind von allen offiziellen Positionen fernzuhalten
Wien (OTS) - Die Äusserungen des Bundesrates Siegfried Kampl
wonach Deserteure der Hitler-Armee "Kameradenmörder" gewesen seien,
sowie dass es in Österreich nach 1945 eine "Naziverfolgung" gegeben
habe, sind auf das Schärfste zurückzuweisen.
Derartige dialektische Opfer-Täter Verdrehungen stellen eine typische Form postnationalsozialistischer Vergangenheitsbewältigung dar.
Ausserdem wollen wir nicht dem Geschichtsbild von Herrn Kampl folgen,
wonach über 99 % der Österreicher Nationalsozialisten gewesen seien.
Herr Kampf hat sich damit für jegliche Tätigkeit in den
parlamentarischen Vertretungsbehörden der Republik Österreich
disqualifiziert.
WIR FORDERN SEINEN SOFORTIGEN RÜCKTRITT.
Es ist undenkbar, dass er in Bälde Vorsitzender des Bundesrates sein
könnte.
Im übrigen unterstützen wir den im Justizausschuss eingebrachten
Antrag, wonach alle Urteile deutscher Militärgerichte, der
SS-Gerichte, sowie der Standgerichte und des "Volksgerichtshofes"
pauschal aufgehoben werden.
Deserteure der Wehrmacht sollen weiters, wie auch ehemalige
SS-Angehörige die Kriegsjahre für Pensionszeiten angerechnet bekommen
und von der Opferfürsorge erfasst werden.
Wir danken den Abgeordneten Cap (SP), Konecny (SP), Fekter (VP)
Liechtenstein (VP), Stoisits (Grüne) u.a. für ihre klaren Worte in
dieser Angelegenheit und hoffen auf eine baldige Wiederherstellung
der Ehre des Österreichischen Parlaments.
Israelitische Religionsgesellschaft Österreich
Dr. Ariel Muzicant, Präsident
Dr. Avshalom Hodik, Generalsekretär
OTS0181 2005-04-20/13:22
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