Schennach: Kampl ist und bleibt untragbar

Warum applaudierte die ÖVP zur Kampl-Rede?

Wien (OTS) - "Zwei Farben, aber eine Gesinnung", stellt der Klubobmann der Grünen im Bundesrat, Stefan Schennach, zu der von ihm ausgelöste Debatte um die Rehabilitierung der Wehrmachtsdeserteure, fest. "Während für die BZÖ Wehrmachtsdeserteure 'Kameradenmörder' und die Wiederaufbauphase der Zweiten Republik 'die Zeit der Nazi-Verfolgung' ist, ist für den FPÖ Bundesrat Gudenus die NS-Militärjustiz 'mutig und ehrenvoll' und er verwehre sich dagegen, dass 'deren Ehre im Nachhinein besudelt werde' (Zur Zeit, März 2005). "Die Gesinnung ist bei beiden Parteien des freiheitlichen Lagers unverändert und ewig gestrig", so Schennach.

Zu den dürren Erklärungen seitens der ÖVP meint Schennach, dass es "verwunderlich ist, dass trotz all ihrer Distanzierungen das stenografische Protokoll des Bundesrates eine klare Sprache spricht:
Applaus der Bundesräte von den Freiheitlichen und der ÖVP zur Kameradenmörder- und Nazi-Verfolgungsrede von Siegfried Kampl. "Kanzler Schüssel kann sich nicht mehr mit seinem Schweigen aus der Affäre ziehen. Auch sein Kopf-in-den-Sand-Stecker-Vize Gorbach muss sich dem Thema stellen und kann diese Ungeheuerlichkeit nicht, so wie er es gerne hätte, ohne 'Beurteilung' stehen lassen", kritisiert Schennach. "Kampl ist als Bundesrat und erst recht als Bundesratspräsident untragbar".

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