- 20.04.2005, 10:27:41
- /
- OTS0079 OTW0079
FASSLABEND: FREUDE UND STOLZ ÜBER WAHL DES LEOPOLD KUNSCHAK-PREISTRÄGERS KARDINAL RATZINGER ZUM PAPST

Der damalige Kuratoriumsvorsitzende Außenminister Dr. Alois Mock erklärte in seiner Eröffnungsrede bei der Feierstunde, die internationale Politik erhalte nur dann eine menschliche Dimension, wenn sie von einem moralischen Grundkonsens getragen werde. Gerechtigkeit und Menschenwürde seien die unerlässlichen Säulen einer funktionierenden Gesellschaft. Kardinal Ratzinger habe dies sehr deutlich gemacht, als er davon sprach, dass für die Entwicklung der Weltgemeinschaft die Entwicklung der seelischen Kräfte des Menschen von wesentlicher Bedeutung seien. SCHAMBECK: STETS AUCH SEELSORGER GEBLIEBEN Der damalige Vorsitzende der wissenschaftlichen Begutachtungskommission, Univ. Prof. Dr. Herbert Schambeck, sagte in seiner Laudatio, Ratzinger habe zum Grundsatzdenken in der pluralistischen Demokratie des technisierten Industriezeitalters entscheidend beigetragen. Neben der Auseinandersetzung mit dem Erfordernis der Heilsfindung der Menschen sei er in allen seinen Aufgaben und Funktionen stets auch Seelsorger geblieben. Da Kardinal Ratzinger auch ein enger Mitarbeiter von Papst Johannes Paul II. sei, wolle man mit dieser Preisverleihung im Jubiläumsjahr von "Rerum Novarum" für alles danken, was man vom jeweiligen Nachfolger Petri in einer langen Tradition an Empfehlungen für die Sozialgestaltung vor allem in den Sozialenzykliken entgegennehmen durfte. Kardinal Joseph Ratzinger stellte in seinem Referat bei der Preisverleihung fest, der Glaube sei nicht selbst politisches Programm, sondern sehe das politische Handeln durch die verantwortliche Freiheit der sittlichen Vernunft bestimmt. Der Glaube sei nicht weltlos, sondern setze dem Gewissen die verbindlichen Maßstäbe, die die Voraussetzung seiner Freiheit sind. Diese Maßstäbe zu entfalten und zu konkretisieren, sei Auftrag der katholischen Soziallehre, wie sie vorbildlich von Persönlichkeiten wie Leopold Kunschak in die Praxis umgesetzt worden seien. RATZINGER: ÖSTERREICH HAT SEINE BESONDERE SENDUNG BEHALTEN Ratzinger nannte den Kunschak-Preis "nicht einen Preis von vielen - weil ja für mich auch Österreich nicht ein Land von vielen ist." Auch nach dem Ende der Monarchie habe Österreich eine besondere Sendung behalten, - es könne, mehr als andere Länder, "ohne Belastung der Macht durch Kultur und Herz überzeugen." Österreich habe immer wieder Menschen wie Leopold Kunschak hervorgebracht, die besondere Träger der Friedens- und Versöhnungsgesinnung gewesen seien. (Schluss) ~ Rückfragehinweis: Pressestelle des ÖVP-Parlamentsklubs Tel. 01/40110/4432 http://www.oevpklub.at ~ *** OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | VPK






