ÖAAB feiert 60. Gründungstag unter Motto "Zukunft geben - Zukunft leben"

Neugebauer fordert Diskussion über Verteilungsgerechtigkeit

Wien (OTS) - Der österreichische Arbeitnehmerinnen- und Arbeitnehmerbund feierte gestern, Donnerstag, seinen 60. Gründungstag im "Studio 44" der Österreichischen Lotterien in Wien. Neben der Würdigung der Erfolge und Persönlichkeiten des ÖAAB in der Vergangenheit, die auch in einem Filmbeitrag präsentiert wurden, wurden mit den Themen Verteilungsgerechtigkeit sowie Mitarbeiterbeteiligung ÖAAB-Forderungen, die in der heutigen Zeit aktueller denn je bleiben, angesprochen. ****

ÖAAB-Generalsekretär Abg.z.NR Werner Amon konnte im modernen Ambiente des "Studio 44" 300 Freunde des ÖAAB, darunter auch Bundeskanzler Wolfgang Schüssel, die Bundesministerinnen Elisabeth Gehrer und Maria Rauch-Kallat sowie Bundesminister Josef Pröll, Nationalratspräsident Andreas Khol, ÖVP-Klubobmann Wilhelm Molterer, Wirtschaftskammerpräsident Christoph Leitl sowie die ehemaligen Bundesobmänner Alois Mock, Herbert Kohlmair, Robert Lichal, Josef Höchtl und Werner Fasslabend begrüßen.

Als "Funktionär der ersten Stunde" schilderte Innenminister a.D. Franz Soronics, der 23 Jahre lang den burgenländischen ÖAAB als Obmann angeführt hatte, die Themen und Schwierigkeiten des ÖAAB in seinen ersten Jahren und Jahrzehnten. Dabei nannte Soronics vor allem auf das Prinzip "Eigentum in Arbeitnehmerhand", das der ÖAAB gegen den Widerstand der Sozialisten mit großem Erfolg betrieben habe. Auch die Pensionsgerechtigkeit sei immer ein Thema des ÖAAB gewesen, verwies der ehemalige Innenminister etwa auf das "beglückende Signal" Grete Rehor, die als Sozialministerin den Schlüssel für die Pensionen festgelegt habe, der heute noch Bestand habe.

Bundeskanzler Wolfgang Schüssel betonte in seinem Referat die österreichische Erfolgsgeschichte, an der der ÖAAB maßgeblich beteiligt gewesen sei. Dabei erinnerte der Bundeskanzler etwa an die Entwicklung des Familienlastenausgleichs, aber auch in jüngerer Zeit "war es der ÖAAB, der darum gekämpft hat, dass wir das Kindergeld drei Jahre lang ausbezahlen", so Schüssel, der den Vergleich mit Deutschland, wo eine andere Entwicklung der Arbeitnehmervertretung stattgefunden hatte, anstellte: "Deutschland ist zu einem Tal der Tränen geworden, und wir müssen mit aller Macht verhindern, dass dieser Funke nach Österreich überspringt".

ÖAAB-Bundesobmann Abg.z.NR Fritz Neugebauer thematisierte die aktuelle Frage der Verteilungsgerechtigkeit. Es gelte zu hinterfragen, ob für die steigenden Kosten des Sozialsystems weiterhin bloß die Löhne oder nicht auch Industriegewinne herangezogen werden könnten. Auch ein Mindestlohn von 1.000 Euro müsse stark diskutiert und thematisiert werden, "weil es nicht sein kann, dass Menschen einen Mindestlohn erhalten, von dem sie nicht mehr leben können". Daher forderte Neugebauer Bundeskanzler Schüssel auf, "das Thema der Verteilungsgerechtigkeit auch innerhalb der Volkspartei einer breiten Diskussion zuzuführen."

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