- 15.04.2005, 10:11:07
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WKÖ: Neueröffnung der Außenhandelsstelle Sarajevo
Schelling: Ausbau der bilateralen Handelsbeziehungen zwischen Österreich und Bosnien-Herzegowina großes Anliegen der AWO
Wien (PWK273) - Österreich zählt neben Italien, Deutschland und
Slowenien zu den wichtigsten EU - Handelspartnern
Bosnien-Herzegowinas (BiH). Darüber hinaus sind österreichische
Unternehmen mit einem Volumen von knapp 500 Mio. Euro einer der
wichtigsten ausländischen Investoren im Land. 2004 beliefen sich die
österreichischen Exporte auf 227 Mio. Euro, was einem Zuwachs von
7,6% entspricht. Ausfuhrseitig nahmen insbesondere die
Maschinenbauerzeugnisse und bearbeite Waren, die knapp 60% der
österreichischen Gesamtlieferungen nach BiH ausmachen, eine sehr
erfreuliche Entwicklung. Die Importe legten um 57,9% auf 82 Mio. Euro
zu.
"Die positive Entwicklung der Wirtschaftsbeziehungen zwischen
Österreich und Bosnien-Herzegowina sind der Außenwirtschaft
Österreich (AWO) der WKÖ ein besonderes Anliegen", sagte
WKÖ-Vizepräsident Hans-Jörg Schelling gestern Abend (Donnerstag) bei
der Neueröffnung der österreichischen Außenhandelsstelle in Sarajevo
im Rahmen eines Treffens des Austria Business Clubs Sarajevo. Zu
diesem Event erschienen die maßgeblichen politischen und
wirtschaftlichen Entscheidungsträger und Medien des Landes sowie die
Vertreter der österreichischen Firmenniederlassungen.
Besondere Chancen für österreichische Unternehmen, Exporteure und
Investoren, sieht Schelling im Umweltbereich und bei
Schlüsselindustrien (Papier- und Petrochemische Industrie,
Energiesektor sowie Telekommunikation). Schelling: "Austrounternehmen
leisteten schon bis jetzt einen großen Beitrag beim Wiederaufbau des
Landes, sei es bei der Modernisierung oder beim Ausbau der
Stromversorgung oder im Straßenbau." Auch die österreichische
Baustoff- und Bauhilfsstoffindustrie ist in Bosnien sehr aktiv.
Weiters werden sich auch nach wie vor gute Möglichkeiten bei weiteren
Privatisierungsschritten ergeben. "Bosnien-Herzegowina ist
wirtschaftlich generell auf dem richtigen Weg, der industrielle
Output legt in beiden Entitäten des Landes deutlich zu und die holz-
und metallverarbeitende sowie die Lebensmittelindustrie sind die
Hauptträger des Aufschwungs", sagt Robert Luck, österreichischer
Handelsdelegierter in Sarajevo. Nun habe die Phase eines nachhaltigen
Wachstums eingesetzt. (BS)
OTS0078 2005-04-15/10:11
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