- 12.04.2005, 10:28:39
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ARBÖ: Ohne Perfektionsfahrten und Fahrsicherheitstraining ist Lenkberechtigung weg
ARBÖ dokumentiert Fall eines Führerscheinneulings, dem das Rosa Papier entzogen wurde
Wien (OTS) - Mit dem "Mehrphasenführerschein" ist nicht zu spaßen.
"Wer die Fristen nicht einhält, und auch die zweite und dritte Chance
nicht wahrnimmt, verliert das Rosa Papier wieder", mahnt
ARBÖ-Verkehrsjuristin Dr. Barbara Auracher-Jäger und dokumentiert den
Fall eines Führerscheinneulings, der sein Rosa Papier nach eineinhalb
Jahren wieder abgeben musste und riskiert, die Prüfung neu machen zu
müssen.
Der Fall im Detail: Ein junger Mensch erhielt am 5. September 2003
die Lenkerberechtigung für die Klasse A. Der Betroffene ließ ein
ganzes Jahr verstreichen, ohne das vorgeschriebene Modul der
"Mehrphase" für die Klasse A zu machen: also das
Fahrsicherheitstraining (etwa beim ARBÖ) und ein
verkehrspsychologisches Gespräch innerhalb von drei bis neun Monaten
nach Ausfolgung des Führerscheines.
Nach einer behördlichen Verständigung und Setzung einer Nachfrist,
die nicht beachtet wurde, bekam der Führerscheinneuling am 8. Oktober
2004 einen Bescheid der Behörde. Darin stand klipp und klar zu lesen,
dass das fehlende Mehrphasenmodul in den nächsten vier Monaten
gemacht werden muss. Doch auch diese Chance ließ der
Führerscheinbesitzer tatenlos verstreichen. Am 23. Februar 2005 kam
ein zweiter Bescheid der Behörde, diesmal mit einer schmerzlichen
Auswirkung: Die Lenkerberechtigung wurde gemäß Führerscheingesetz
1997 (§ 24, Absatz 1, Ziffer 1) ab sofort entzogen! Im Klartext: das
Rosa Papier musste sofort an die Behörde zurückgegeben werden.
Der Führerscheinneuling durfte ab sofort nicht mehr
Motorradfahren. Damit aber nicht genug. Wenn er es bis zum 23. August
2006 (eineinhalb Jahre nach Entzug der Lenkberechtigung) nicht
schafft, das vorgeschriebene Modul zu absolvieren, muss er zusätzlich
auch noch die praktische Fahrprüfung wiederholen.
"Zuwarten zahlt sich auf keinen Fall aus. Die vorgeschriebenen
Module der Mehrphase sollen das praktische Können der
Führerscheinneulinge vertiefen und möglichst viel Unfälle
verhindern", ruft Dr. Auracher-Jäger das Ziel der zweiten
Ausbildungsphase in Erinnerung. Sie empfiehlt dringend, nicht bis zum
letzten Abdruck zu warten und die ohnehin großzügigen Nachfristen
nicht voll auszunützen. "Das ist viel zu riskant, weil im letzten
Moment oft auch noch andere Verhinderungsgründe wie Krankheit,
Bundesheer oder Zivildienst bzw. finanzielle oder berufliche Probleme
hinzukommen können."
Das Modul der Mehrphase kann in allen ARBÖ-Fahrsicherheits-Zentren
absolviert werden: Wien-Aspern (Telefon 050-123 2999),
Strasswalchen/Salzburg (Telefon: 050-123 2560), Ludersdorf/Steiermark
(Telefon: 050-123 2680), Arnoldstein/Kärnten (Telefon: 050-123 2260).
Nähere Informationen auch unter www.fahrsicherheitszentren.at.
OTS0072 2005-04-12/10:28
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