Weinzinger: Bessere medizinische Versorgung von Frauen nötig

Frauen werden etwa in Intensivmedizin schlechter als Männer behandelt

Wien (OTS) - "Es braucht eine verbesserte Versorgung von Frauen in der Intensivmedizin und es braucht eine Reform des Medizinstudiums. Bei der Ausbildung von angehenden ÄrztInnen müssen frauenspezifische Krankheitsbilder und Symptome endlich stärker berücksichtigt werden", fordert Brigid Weinzinger, Frauensprecherin der Grünen, anlässlich des heutigen Weltgesundheitstages, der unter dem Motto 'Mutter und Kind - Gesundheit von Anfang an'.

Eine Tiroler Studie habe etwa belegt, dass in der Intensivmedizin Männer besser behandelt werden, etwa dass sie häufiger eine Bypassoperation erhalten als Frauen. Weitere wissenschaftliche Studien zeigten generell einen deutlichen Einfluss der Geschlechtszugehörigkeit auf die Behandlung. Frauen und Männer werden unterschiedlich behandelt. Symptome von Frauen werden weniger ernst genommen. Zudem werden Frauen doppelt so oft wie Männern Psychopharmaka und Tranquilizer verschrieben.

Trotz dieser Erkenntnisse bleibe Frauenministerin Rauch-Kallat untätig. Ihr einziger Beitrag bisher sei die Beauftragung eines Frauengesundheitsberichtes gewesen, der demnächst erscheinen soll. Abgesehen davon, dass sie damit nur eine lange Forderung erfülle, werde dieser Bericht erst ein Jahr nach dem Männergesundheitsbericht veröffentlicht. "Das zeigt deutlich die verfehlte Prioritätensetzung der Frauenministerin", so Weinzinger.

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