• 05.04.2005, 09:47:42
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Österreichs Unternehmen stehen ab sofort 100 Stützpunkte weltweit zur Verfügung!

WKÖ-Präsident Leitl, Finanzminister Grasser und St. Petersburgs Gouverneurin Matvienko eröffnen hundertste Außenstelle der österreichischen Wirtschaft in St. Petersburg

Wien (PWK235) - Das Außenstellen-Netz der Wirtschaftskammer
Österreich ist weltumspannender als je zuvor. "Mit der heutigen
Eröffnung des Marketingbüros im russischen St. Petersburg stehen den
österreichischen Unternehmen nun 100 Stützpunkte weltweit zur
Exportunterstützung zur Verfügung", freut sich WKÖ-Präsident
Christoph Leitl bei den Feierlichkeiten zur Eröffnung des
Jubiläumsbüros in der Geburtsstadt von Wladimir Putin, an denen
Finanzminister Karl-Heinz Grasser, die Gouverneurin von St.
Petersburg Valentina Matvienko sowie zahlreiche österreichische
Exportbetriebe teilnehmen.

"Mit dieser schlagkräftigen Außenwirtschaftsorganisation, um die
wir von vielen Ländern beneidet werden, gelingt es im Export, dem
wichtigsten Konjunktur- und Beschäftigungsmotor, nachhaltig
Höchstleistungen zu erzielen", weist Leitl auf das 13-prozentige
Exportplus hin, mit dem Österreich im Vorjahr erneut zum
Europameister avancierte. Die Exportwirtschaft sichert über eine
Million Arbeitsplätze in Österreich und ist damit Wohlstandsbringer
Nummer eins. "Allein mit dem Exportzuwachs 2004 werden bis zu 85.000
Arbeitsplätze in unserem Land geschaffen und rund 1 Mrd Euro an
Steueraufkommen generiert", betont der WKÖ-Chef. Für 2007 peilt Leitl
beim Exportvolumen das Durchbrechen der 100-Mrd-Marke an (2004: 89,1
Mrd Euro).

Solche Erfolge funktionierten aber nur mit höchstem Einsatz,
welcher sich im Vorjahr zweifelsfrei belegen lässt. "2004
organisierte die Außenwirtschaft Österreich weltweit 801
Veranstaltungen. Die Außenhandelsstellen wurden von 20.000
österreichischen Firmen, also von nahezu allen österreichischen
Exportbetrieben (derzeit 24.000) kontaktiert und traten ihrerseits
mit nicht weniger als 200.000 lokalen Firmen vor Ort für die
heimischen Unternehmen aktiv in Kontakt", zieht Leitl Bilanz. "Neben
den bewährten Außenhandelsstellen können wir durch den strategischen
Einsatz zusätzlicher Marketingbüros in aufstrebenden Regionen
heimischen Exportfirmen flexibler und effizienter denn je unter die
Arme greifen." Damit sollen vor allem die österreichischen Ausfuhren
außerhalb des EU-Binnenmarktes angekurbelt und der Sprung auf
Überseemärkte erleichtert werden, erklärt Leitl.

Im konkreten Fall St. Petersburg wird neben der Außenhandelsstelle
in Moskau der wirtschaftlich interessantesten Region Russlands, den
Nordwest-Provinzen, mit einer eigenen Österreich-Repräsentanz
Rechnung getragen. Die große Bedeutung des österreichischen
Außenhandels mit dieser Region spiegelt sich unter anderem in den
hochrangigen Treffen Präsident Leitls im Rahmen seines Besuchs
wieder: Gespräche finden sowohl mit dem Beauftragten von Präsident
Putin für den nördlichen Verwaltungsbezirk, Ilya Ios. Klebanov, als
auch mit dem Gouverneur des Leningrader Gebiets, Valeriy V.
Serdyukov, sowie mit der Gouverneurin von St. Petersburg statt.

Das neue Marketingbüro ist ein weiteres Signal zur Vertiefung der
bereits sehr engen österreichisch-russischen Beziehungen.
"Österreichs Exporte in die Russische Föderation konnten 2004 um 21,6
Prozent auf rund 1,4 Mrd Euro gesteigert werden", beschreibt Leitl
die dynamische Geschäftsentwicklung. Und das Potenzial des 145
Millionen Einwohner zählenden Staates sei noch bei weitem nicht
ausgeschöpft. 2004 erreichte Russland ein Wirtschaftswachstum von 7,1
Prozent. Durch den unverändert hohen Ölpreis sei auch für 2005 mit
keinem Wachstumseinbruch des beachtlichen Rohstoff-Exporteurs zu
rechnen. Der russische Wachstumsmotor läuft auf breiter Basis: vom
privaten Konsum über die Bauwirtschaft und Stahlindustrie bis hin zur
Öl-, Erdgas- und Chemieindustrie. Auch die Dienstleistungen zeigen
sich weiterhin sehr stark. "Kurzum: Russland ist ein äußerst
attraktiver Handelspartner sowohl für Waren und Dienstleistungen als
auch für Investitionen, den wir für die österreichischen Unternehmen
mit einer Verstärkung der Außenpräsenz leichter zugänglich machen
wollen", fasst Leitl die Strategie der Außenwirtschaft Österreich
zusammen.

Die Struktur der österreichischen Exporte nach Russland weist
einen hohen Anteil an Maschinen und Anlagen (40 Prozent) auf. Es
folgen chemische Erzeugnisse mit einem Anteil von 20 Prozent und
bearbeiteten Waren und Fertigwaren mit Anteilen von je 15 Prozent.
Importseitig wird vor allem Erdgas und Erdöl (75 Prozent) geliefert.
"Dafür, dass der bilaterale Außenhandel weiter anziehen wird,
sprechen neben der expandierenden russischen Wirtschaft auch die
stark steigenden österreichischen Direktinvestitionen in Russland und
lassen uns auch 2005 ein Exportwachstum im zweistelligen Bereich
erwarten", sieht der Wirtschaftskammerpräsident optimistisch in die
Zukunft.

Sehr erfreut zeigt sich Leitl bei der Eröffnung der
Jubiläums-Außenstelle über die Teilnahme von Finanzminister Grasser.
"Dies ist Ausdruck der sehr engen Kooperation zwischen der
Außenwirtschaft Österreich der WKÖ und der Bundesregierung. Die
gemeinsame Internationalisierungsoffensive ist erfolgreich gestartet
und wird dazu beitragen, die heimischen Exporte weiter zu forcieren."
(Ne)

OTS0051    2005-04-05/09:47

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