• 01.04.2005, 14:31:01
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Arbeitsmarkt: Gusenbauer fordert Sofortmaßnahmen

Seit dem Jahr 2000 73.000 Arbeitlose mehr - "Zögern des Kanzlers nicht mehr tolerierbar"

Wien (SK) Die Arbeitslosigkeit steigt unvermindert an. Nach
den neuesten Daten des AMS waren Ende März 272.634 Personen
arbeitslos, dazu kommen 51.377 Arbeitsuchende in Schulungen, in Summe
waren somit 324.011 Österreicherinnen und Österreicher arbeitslos.
Gegenüber dem März des Vorjahrs ist das eine Steigerung um 4,2
Prozent. SPÖ-Vorsitzender Alfred Gusenbauer hält diese Entwicklung
für "absolut Besorgnis erregend". Seit die Regierung im Amt ist, ist
die Arbeitslosenzahl um 73.000 gestiegen, kritisierte Gusenbauer. Er
fügte hinzu: "Das unterstreicht, wie wichtig es ist, sofort konkrete
Maßnahmen zu ergreifen. Das Zögern von Kanzler Schüssel ist keinen
Tag länger tolerierbar." ****

Bekanntlich will der Kanzler erst in einem Monat einen
sogenannten "Reformdialog" über den Arbeitsmarkt in der Hofburg
abhalten. Gusenbauer hat im Parlament die Regierung bereits
aufgefordert, sofort Verhandlungen über ein Maßnahmenpaket
aufzunehmen. Der von Schüssel angekündigte "Hofburgmonolog" komme
viel zu spät, betonte Gusenbauer am Freitag gegenüber dem
SPÖ-Pressedienst.

Die SPÖ hat mit dem "Österreich-Vertrag für Arbeit und
Wachstum" ein zehn Punkte umfassendes Programm vorgelegt, wie die
Arbeitslosigkeit bekämpft und mehr Wachstum und Beschäftigung
geschaffen werden kann, setzte Gusenbauer fort. Vordringliche seien
jetzt Investitionen in die Infrastruktur, die sofort
beschäftigungswirksam werden, ein Ausbau der aktiven
Arbeitsmarktpolitik und eine Steuerpolitik, die Wachstum fördert,
betonte Gusenbauer. (Schluss) wf

OTS0231    2005-04-01/14:31

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