Innovativste Gemeinde: Schenkenfelden (OÖ) ist die "Innovativste Gemeinde Österreichs" - Teil 1

Oberösterreichische Kleingemeinde gewinnt Innovationspreis des Gemeindebundes

Wien (OTS) - Sieger des Wettbewerbs und damit Träger des Prädikats "Innovativste Gemeinde Österreichs" ist die Marktgemeinde Schenkenfelden in Oberösterreich. Das Projekt "Gemeinsam sind wir alle", ein Zusammenspiel zwischen Wirtschaft, Landwirtschaft und Energie hat die Jury wegen seines ganzheitlichen Konzept beeindruckt. Der Preis wurde gestern, Dienstag, abends bei einer Gala-Veranstaltung im "T-Center" in Wien verliehen. Unter anderem erhält die Siegergemeinde zwei Ortsschilder mit der Aufschrift "Innovativste Gemeinde Österreichs 2005". Im Vorjahr hatte die burgenländische Gemeinde Güssing den Sieg errungen. Am aktuellen Wettbewerb haben insgesamt 81 Gemeinden teilgenommen, mit 27 Einreichungen war Oberösterreich das aktivste Bundesland. Die Verleihung der Preise fand gestern, Dienstag, abend im Rahmen einer Galaveranstaltung in Wien statt. ****

Die Mühlviertler Gemeinde Schenkenfelden ist mit rund 1500 Einwohnern eine verhältnismäßig kleine Gemeinde, umso bemerkenswerter sind die Anstrengungen, die unternommen wurden, um regionalen Entwicklungen (hohe Pendlerrate, Kaufkraftabfluss, etc.) entgegen zu treten. Alle relevanten Kräfte haben in Schenkenfelden zusammengewirkt und mit diesem Projekt nicht nur große wirtschaftliche Impulse gesetzt, sondern in einem integrierten Gesamtkonzept zusätzlich die Landwirtschaft gestärkt und ökologisch vorbildliche Maßnahmen gesetzt.

Die Details: Insgesamt 11 landwirtschaftliche Betriebe haben sich zusammengeschlossen und vermarkten ihre hauseigenen Produkte im Rahmen einer Liefergemeinschaft, die weit über die Gemeindegrenzen hinaus erfolgreich ist. In der Gemeinde selbst profitieren nicht nur Privathaushalte von diesem Angebot, auch die Volksschule und eine Behinderteneinrichtung werden mit Produkten versorgt. Derzeit läuft parallel dazu ein großes landwirtschaftliches Projekt zur Zusammenlegung von Grundstücken. Durch den Tausch und die Zusammenlegung dieser Grundstücke wird die Bewirtschaftung enorm vereinfacht. Der Zusammenschluss der Bauern zu einem Maschinenring war nur eine weitere logische Konsequenz. Der Maschinenring übernimmt seitdem auch Arbeiten für die Gemeinde.

Ebenso haben sich 33 Wirtschaftstreibende der Gemeinde zu einem sehr engagierten Gewerbering zusammengeschlossen. Durch koordinierte Aktivitäten, wie etwa auch gemeinsamen Messeauftritten und anderen kooperativen Maßnahmen wurde die regionale Entwicklung des Gewerbes gestärkt, die Anzahl der Selbstständigen ist um 33 Prozent gewachsen. Demnächst wird die Errichtung eines lokalen Gewerbezentrums mit 33.000 qm Fläche (auf die doppelte Fläche erweiterbar) verwirklicht. Dort sollen mehrere Gewerbebetriebe und auch kommunale Einrichtungen Platz finden. Weiters wurde mit vier Nachbargemeinden der "Verband interkommunale Betriebsansiedelung" zur Errichtung eines gemeinsamen Gewerbegebietes gegründet.

Auch in der Energieversorgung setzt Schenkenfelden neue Maßstäbe. 40 Prozent der Haushalte sind schon mit Pellets-, Hackschnitzelheizungen, Holzvergaser oder Solaranlagen ausgestattet. Die Hackschnitzelheizung der Nahwärme hat eine Kapazität von 2.000 KW, eine 30 m2 große Photovoltaikanlage bringt eine Nennleistung von 3 KWp. Zwei Windkraftanlagen erzeugen 1,8 Mio. KWh Strom und versorgen damit 470 Haushalte. Damit werden 64 Prozent des örtlichen Stromverbrauchs aus alternativen Quellen gewonnen. Eine dritte Windkraftanlage steht kurz vor der Verwirklichung.

Bürgermeister von Schenkenfelden und Empfänger des Hauptpreises ist Johann Pötscher. Der Preis der "Innovativsten Gemeinde Österreichs" wird 2005 zum zweiten Mal vom Gemeindebund, der Tageszeitung "WirtschaftsBlatt" und den Kooperationspartnern T-Mobile, Kommunalkredit AG und der Fachzeitschrift "Kommunal" verliehen. Die Jury des Wettbewerbs war mit Gemeindebund-Präsident Bgm. Helmut Mödlhammer, Vizekanzler Hubert Gorbach, Kommunalkredit-Generaldirektor Dr. Reinhard Platzer, Wirtschaftsblatt-CEO Wolfgang Zekert, dem Exekutivsekretär für E-Government Christian Rupp, Kommunal-Chef Walter Zimper jun. und T-Mobile-Vice-President Andreas Szamosvari hochkarätig besetzt. (Forts.) ***

Hinweis: Druckfähige Photos von der Verleihung und von den Siegerprojekten stehen in Kürze auf www.gemeindebund.at zum Download bereit oder können per E-Mail angefordert werden.

Rückfragen & Kontakt:

Österreichischer Gemeindebund
Daniel Kosak (Pressesprecher)
Tel.: +43 1 512 14 80 - 18
Mobil: 0676 / 53 09 362
Mail: daniel.kosak@gemeindebund.gv.at
www.gemeindebund.at

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | OGB0001