- 08.03.2005, 13:05:25
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Weinzinger: Prokop beleidigt weibliche Gewaltopfer
Schwere Vorwürfe gegen Innenministerin Prokop
Wien (OTS) - Als schwere Beleidigung von weiblichen Gewaltopfern
bezeichnet Brigid Weinzinger, Frauensprecherin der Grünen, die
Aussage von Innenministerin Prokop im morgigen 'Falter'. Wörtlich
sagt sie: 'Wir müssen den moslemischen Frauen, die sich zu Hause
schlagen lassen, beibringen, dass das bei uns anders ist.' "Prokop
unterstellt damit, dass muslimische Frauen sich im Gegensatz zu
inländischen quasi freiwillig schlagen lassen würden, und dass nur
ausländische Frauen geschlagen werden würden. Tatsächlich sind Frauen
Opfer von gewalttätigen Männern, und zwar sowohl Migrantinnen als
auch - und zwar in der Mehrzahl - Österreicherinnen", so Weinzinger.
Die Politik der Innenministerin zwingt zudem Migrantinnen häufig in
die Abhängigkeit von einem gewalttätigen Mann, da sie keine vom Mann
unabhängige Aufenthaltserlaubnis bekämen und so diesem auf Gedeih und
Verderb ausgeliefert seien. Diese Frauen hätten nur die Wahl zwischen
Gewalt und Abschiebung. Außerdem führe oft die finanzielle
Abhängigkeit von einem Mann zur derselben Situation, weil Frauen
meist keine eigene Arbeitserlaubnis hätten. "Prokop ist damit
mitverantwortlich, dass viele Frauen Gewalt ausgesetzt bleiben und
keinen Ausweg haben", so Weinzinger.
Das Engagement von Prokop für Frauenrechte ist mehr als
fadenscheinig. "Wenn sie wirklich grundlegende Rechte von Frauen
schützen will, z.B. Schutz vor Genitalverstümmelung oder
Zwangsverheiratung, dann hätte sie im neuen Asylgesetz Gelegenheit
gehabt, Schutz vor geschlechtsspezifischer Verfolgung gesetzlich zu
regeln. Dabei hat Prokop auf ganzer Linie versagt", so Weinzinger.
Rückfragehinweis:
Die Grünen, Tel.: +43-1 40110-6697, [email protected]
OTS0172 2005-03-08/13:05
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