• 08.03.2005, 12:06:36
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Wirtschaftsbund: Erste Erfolge im Strompreiskampf

Präsidenten Leitl und Pacher erneuern Forderung nach steuerlicher Entlastung für Unternehmerinnen - Leitl will "alle Neune!"

Wien (OTS) - Als Erfolg im jahrelangen Kampf um die Öffnung des
Strommarkts bezeichnete heute, Dienstag, der Kärntner
Wirtschaftskammer- und Wirtschaftsbundpräsident Franz Pacher die
Ankündigung von Eigentümervertreter LH Haider, der Kelag eventuell
den Auftrag zur Senkung des Strompreises zu geben. Pacher fordert,
die Senkung rückwirkend mit 1. Feber umzusetzen, dem Datum der
behördlichen Absenkung der Netztarife. Eigentümlich findet Pacher,
dass Haider die Strompreissenkung von einem Scheitern der Kelag-Klage
beim Verfassungsgerichtshof abhängig macht: "Jedem Unternehmer genügt
ein Blick in die Bilanz, um die überdimensionale Gewinnentwicklung
der Kelag zu erkennen - der Landeshauptmann braucht dafür ein
Gericht." ****

Große Anerkennung für diesen Etappensieg erntete Pacher von Präsident
Christoph Leitl: "Ich gratuliere Franz Pacher herzlich, der Kampf hat
sich gelohnt, die Früchte reifen!" Nicht zuletzt wegen dessen
konsequenter Haltung in der Stromfrage steht Leitl bei der
bevorstehenden Wirtschaftskammerwahl voll hinter Pacher: "Er ist es
als gelernter Bäcker gewohnt, Tag und Nacht zu arbeiten. Er hat
hervorragende Arbeit geleistet, ich bitte daher um einen Folgeauftrag
für Franz Pacher."

Zum heutigen Frauentag erklärte Leitl, er sei stolz darauf, dass ein
Drittel der heimischen Betriebe von Frauen geführt werde: "Es ist uns
in Österreich besser gelungen als anderen, Frauen zur Selbständigkeit
zu motivieren." Eine wesentliche, überwiegend von Unternehmerinnen in
Anspruch genommene Dienstleistung der Kammer sei die Betriebshilfe,
die kostenlos zur Verfügung gestellt und weiter ausgebaut werde,
kündigte Leitl an. Darüber hinaus soll die steuerliche Absetzbarkeit
von Haushaltshilfen und Pflegepersonal die Unternehmerinnen
entlasten. Der Finanzminister habe diesbezüglich bereits
Gesprächsbereitschaft gezeigt, nun brauche es eine starke
Interessenvertretung, um dieses Projekt im Zuge der nächsten
Steuerreform durchzusetzen, meinte Leitl mit Blick auf die Kammerwahl
in einer Woche. Sein persönliches Ziel definierte Leitl klar: "Alle
Neune" wolle er wieder erreichen und meinte damit die Präsidenten der
neun Landeskammern.

(Schluss)

OTS0131    2005-03-08/12:06

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