- 07.03.2005, 14:50:03
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LH Haider: Beste Chancen für Frauen im Landes- und Schuldienst
Kärnten setzt auf "Gender Mainstreaming"-Strategie in der Landesverwaltung - Ziel sind optimierte Personalentwicklung und verstärkte Fortbildungsmaßnahmen
Klagenfurt (LPD) - Geschlechtergleichstellung auf allen Ebenen und
in allen Bereichen wird in der Kärntner Landesverwaltung
großgeschrieben. Anlässlich des morgigen "Internationalen Tages der
Frau" betonte heute, Montag, Landeshauptmann Jörg Haider, dass in
Kärnten alles daran gesetzt werde, qualifizierten Frauen im Landes-
sowie im Schuldienst die besten Chancen einzuräumen. Er verwies
weiters auf entsprechende Fortbildungsprogramme und Maßnahmen in der
Personalentwicklung. So laufe derzeit unter besonderer
Berücksichtigung der "Gender Mainstreaming"-Strategie eine
Evaluierung des Verfahrens zur Überprüfung leitender
Landesbediensteter.
"Bei der Personalentscheidung müssen einzig Leistung und
Persönlichkeit zählen", erteilte der Landeshauptmann jeglicher
Diskriminierung eine klare Absage. Die Kärntner Landesregierung wende
daher die auf Geschlechtergleichstellung abzielende "Gender
Mainstreaming"-Strategie an, was sie sich in mehreren
Regierungsbeschlüssen als Selbstverpflichtung auferlegt habe. Haider
sieht darin außerdem die einzigartige Möglichkeit, die
Führungskräfte- und Personalentwicklung im Sinne der
Verwaltungsreform verstärkt zu optimieren.
In Kärnten würden derzeit mehrere Frauen wichtige Stellen der
Landesverwaltung erfolgreich und äußerst kompetent leiten, so Haider
weiters: "Vorurteile und ungerechtfertigte Hindernisse haben bei uns
keinen Platz." Als Abteilungsleiterinnen würden Dr. Barbara
Berger-Malle (Abteilung 13 Soziales, Jugend, Familie und Frau), Dr.
Charlotte Havranek (Abteilung 2 V Verfassungsdienst) und Mag. Erika
Napetschnig (Abteilung 5 Kultur) überzeugen, mit Dr. Claudia Egger
sei erstmals in Österreich eine Frau als amtsführende Präsidentin des
Landesschulrates eingesetzt worden, strich der Landeshauptmann
hervor. Zudem komme auch Österreichs erste Justizministerin, Mag.
Karin Miklautsch, aus dem Kärntner Landesdienst.
Frauen sollen auch weiterhin entscheidende Funktionen auf allen
Ebenen und in allen Bereichen der Landesverwaltung innehaben. Durch
die aktuelle Evaluierung des Kärntner Objektivierungsverfahrens zur
Beurteilung des Erfolges in der Verwendung in Leitungsfunktionen
erwartet sich Haider u.a. eine systematische und ganzheitlich
orientierte Führungskräfteentwicklung. Konkret werden seit rund zehn
Jahren leitende Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Landes in
regelmäßigen Abständen von fünf Jahren überprüft, was in Österreich
einzigartig ist. Nun soll "Gender Mainstreaming" verstärkt in dieses
Verfahren einfließen.
Schulungsmaßnahmen im Bereich des "Gender Mainstreaming" würde
das Land ebenfalls weiter forcieren, erklärte der Landeshauptmann.
Angeboten würden diese Maßnahmen vom Referat für Frauen- und
Gleichbehandlungsfragen sowie von der Kärntner Verwaltungsakademie,
deren Bandbreite von der Lehrlings- bis hin zur
Führungskräfteausbildung reicht.
(Schluss)
OTS0221 2005-03-07/14:50
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