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"Neues Volksblatt" Kommentar: "Familie" (Von Markus Ebert)
Ausgabe vom 7. März 2005
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Linz (OTS) - Am Tag des Apfels wird über den Apfel geredet, am Tag
des Kindes über das Wohl des Kindes, aber steht der Frauentag ins
Haus (morgen), dann dreht sich die Diskussion um die Männer. Das
nennt man Punktlandung.
Ein Vaterschutzmonat muss also her. Um keinen Zweifel aufkommen zu
lassen: Alles verdient Unterstützung, was dem Familienleben nützt.
Wenn daher der Papa nach der Geburt daheim sein kann und tatkräftig
zupackt, wo er zupacken kann, dann ist das zu begrüßen. Freilich: Wer
will, kann das jetzt auch schon, indem er sich einfach Urlaub nimmt.
Aber es soll ja noch einfacher werden.
Letztlich geht es in der ganzen Diskussion ohnehin weniger um die
praktische Umsetzung - das Vorziehen eines Monats aus der
Kinderbetreuungszeit erscheint durchaus vernünftig - als vielmehr um
die Bewusstseinsbildung, dass für die Familie nie genug getan werden
kann. Wer allerdings jetzt das hohe Lied der
Vater-Mutter-Kind-Familie anstimmt, der sollte nicht in der nächsten
Strophe wieder davon singen, dass man mit diversen anderen
familienpolitischen Maßnahmen die Frauen am Herd halten will.
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