- 06.03.2005, 11:56:26
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Kuntzl zu Vaterschutzmonat: Bedauerliche ORF-Falschmeldung
SPÖ hat am 2. März 2004 Antrag auf Vaterschutzmonat eingebracht
Wien (SK) SPÖ-Familiensprecherin Andrea Kuntzl spricht im
Zusammenhang mit der Diskussion über ein Vaterschutzmonat von einer
"bedauerlichen Falschmeldung" des ORF in der gestrigen "ZiB 1". Beim
Vaterschutzmonat handle es sich nicht wie vom ORF berichtet um "eine
Idee von Frauenministerin Maria Rauch-Kallat", sondern um eine Idee
der SPÖ. Bereits am 2. März 2004 habe die SPÖ einen Antrag im
Parlament eingebracht, der aber in Folge von den Regierungsparteien
abgeschmettert worden sei. Kuntzl erwartet sich in der heutigen "ZiB
1" eine Klarstellung. ****
Im folgenden eine Dokumentation der Initiativen der SPÖ zum
Vaterschutzmonat und der ablehnenden Haltung von ÖVP und FPÖ:
Am 2. März 2004 wurde der von der SPÖ und den Kinderfreunden
geforderte Vaterschutzmonat von SPÖ-Familiensprecherin Andrea Kuntzl
im Parlament eingebracht. Väter sollten die Möglichkeit bekommen, im
ersten Monat nach der Geburt des Kindes bei Lohnausgleich zu Hause
bleiben zu können. Diese familienpolitische Maßnahme sei in unseren
nordischen Nachbarländern seit 1973 üblich, lautete die Begründung.
Am 18. Mai 2004 wurde der SPÖ-Antrag dem Familienausschuss
zur Behandlung vorgelegt. ÖVP und FPÖ lehnten den Antrag ab. Laut
Parlamentskorrespondenz äußerten "ÖVP-Sprecher finanzielle Bedenken".
"Die Freiheitlichen setzten hingegen auf die Mütter als die
Hauptbezugspersonen in den ersten Lebenswochen der Kinder", hieß es
in der Aussendung.
Am 26. Mai 2004 legten die Kinderfreunde 10.297
Unterschriften, die sie im Rahmen ihrer Kampagne "Papa aktiv" für den
Vaterschutzmonat gesammelt hatten, vor. Trotzdem stimmten ÖVP und FPÖ
am selben Tag in der Plenarsitzung gegen die SPÖ-Forderung. Kuntzl
damals zum Vaterschutzmonat: "Eine wichtige Initiative, die wir auch
weiterhin nach Kräften unterstützen werden."
Ungefähr ein Jahr später, am 4. März 2005, schreibt die APA
infolge eines Artikels der "Kurier"-Abendausgabe: "Für Rauch-Kallat
ist Vaterschutzmonat vorstellbar".
Am 5. März 2005 erinnerte SPÖ-Familiensprecherin Andrea
Kuntzl daran, dass die SPÖ bereits vor einem Jahr diese Forderung im
parlamentarischen Familienausschuss eingebracht hat und zeigte sich
"skeptisch, ob von dem guten Vorschlag Vaterschutzmonat nach der
Behandlung durch die ÖVP noch etwas übrig bleibt".
Und am selben Abend (5. März) wird die entsprechende "ZiB 1"-Meldung
mit den Worten eingeleitet: "Eine Idee von Frauenministerin Maria
Rauch-Kallat sorgt für Diskussionen." (Schluss) se
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