GPA zu BA-CA: Wer sinnvolle Reformen will, darf Weg des Dialoges nicht verlassen

Arbeitsrechtliche Unsicherheit wird prolongiert

Wien (GPA/ÖGB) - "Der Aufsichtsrat der BA-CA kann in seiner heutigen Sitzung sicher keine endgültige Entscheidung über die künftigen kollektivvertraglichen Rahmenbedingungen für die Beschäftigten treffen. Falls sich heute der Aufsichtsrat dem einseitigen Schritt des Vorstandes anschließt, so trägt er die Mitverantwortung für das entstandene arbeitsrechtliche Chaos im Unternehmen", erklärt die stellvertretende GPA-Geschäftsbereichsleiterin Claudia Kral-Bast.++++

Bekanntlich wurde bezüglich des durch den Verbandwechsel einseitig herbei geführten Kollektivvertragswechsels von der GPA im vergangenen Jahr ein Festestellungsantrag an den Obersten Gerichtshof gestellt.

"Die letztendliche Entscheidung über die Zugehörigkeit der BA-CA zum Sparkassen-Kollektivvertrag liegt beim OGH. Es ist ein eigenartiges Rechtsverständnis, wenn versucht wird, noch bevor eine gerichtliche Klärung vorliegt, vollendete Tatsachen zu schaffen. Was der Vorstand einseitig durchziehen will, hat mit echten Reformen nichts zu tun, sondern ist ein Deckmantel für massive Einschnitte in die Einkommensperspektive der Beschäftigten. Wer echte Reformen will, der darf den Weg des sozialen Dialoges nicht verlassen. Genau diesen Weg hat der Vorstand durch die Missachtung ihrer Dialog- und Vertragspartner gewählt. Änderungen im Dienstrecht müssen auf Akzeptanz der Beschäftigten stoßen und bedürfen einer professionellen Überleitungsregelung auf KV-Ebene. Wir laden daher Vorstand und Aufsichtsrat der BA-CA ein, ihre Verantwortung wahr zu nehmen und eine tragfähige Lösung im Wege des Dialoges zu suchen, anstatt in bestehende Verträge einzugreifen", so Kral-Bast abschließend.

ÖGB, 28. Februar
2005
Nr. 125

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