Wirtschaftsbund: Jedes dritte Unternehmen von Frauen geführt 1

Leitl: Verdreifachung des Wirtschaftsbund-Frauenanteils im künftigen Wirtschaftsparlament

Wien (OTS) - Von den rund 380.000 Mitgliedern der
Wirtschaftskammer sind rund 112.000 Unternehmerinnen. Damit liegt die Frauenquote bei Unternehmern in Österreich mit rund 30 Prozent über dem EU-Schnitt (27,5%). Für den Präsidenten des Österreichischen Wirtschaftsbundes Christoph Leitl stellt dies eine sehr erfreuliche Entwicklung dar, die sich auch innerhalb der wirtschaftlichen Interessenvertretungen widerspiegeln müsse. "Gerade was Kreativität und vernetztes Denken betrifft, hat das weibliche Element eine entscheidende Bedeutung für ein Land", so Leitl in einer Pressekonferenz mit der Vorsitzenden von Frau in der Wirtschaft Sonja Zwazl (Wirtschaftskammer NÖ). Präsentiert wurden im Pressegespräch die Ergebnisse einer Studie der KMU-Forschung Austria.

Wirft man einen Blick auf die Gründerstatistik zeigt sich, dass der Frauenanteil der neu gegründeten Betriebe sich in den letzten Jahren stark gesteigert hat. Von den 2003 28.322 neu gegründeten Unternehmen sind 37 Prozent in Frauenhand. 1993 lag der Wert bei 27 Prozent. Einer Umfrage des Instituts KMU-Forschung zufolge, geben 65 Prozent der Unternehmerinnen an, die Selbstständigkeit deshalb gewählt zu haben um "selbstständig arbeiten zu können" und 51 Prozent, um "eigene Ideen umsetzen zu können". Auf den Rängen folgen: "Flexible Zeiteinteilung" (39%), "Vereinbarkeit von Familie und Beruf" (35%), "Einkommen steigern" (31%), "Familientradition" (19%), "Unzufriedenheit mit bisheriger Tätigkeit" (18%) und "(drohende) Arbeitslosigkeit beenden" (7%). Für den Wirtschaftsbund ist dies auch ein Gegenbeweis zu Behauptungen, dass der Gang in die Selbstständigkeit aus Arbeitsplatznöten erfolgen würde.

Die Zahl der Beschäftigten in Frauenunternehmen entspricht in etwa jener in von Männern geführten Betrieben. So geben 30 Prozent der Unternehmerinnen an keine Mitarbeiter zu Beschäftigen, 36 Prozent haben einen Mitarbeiter, 24 Prozent zwei bis fünf, 5 Prozent sechs bis zehn, drei Prozent 11 bis 20 und zwei Prozent mehr als 20 Beschäftigte. Auch europaweit beschäftigen an die 90 Prozent der Unternehmerinnen weniger als zehn Mitarbeiter.

Präsident Leitl möchte, dass sich der hohe Anteil der Frauen bei den Selbstständigen in den Interessensvertretungen der Wirtschaft fortsetzt. Für den Wirtschaftsbund selbst würden sich bei den kommenden Kammerwahlen rund 2.040 Unternehmerinnen in den Fachorganisationen zur Wahl stellen. Auf den Spartenvertretungslisten des Wirtschaftsbundes für das Wirtschaftsparlament liege der Frauenanteil bei 26 Prozent. Leitl hält es für realistisch, dass sich damit der Frauenanteil der Wirtschaftsbund-Abgeordneten von sechs auf 18 Prozent verdreifachen wird. Stolz ist man im Wirtschaftsbund zudem, dass mit den beiden Präsidentinnen Brigitte Jank (Wien) und Sonja Zwazl (NÖ) zwei Unternehmerinnen an der Spitze der mitgliederstärksten Wirtschaftskammern stehen, die rund 50 Prozent der Unternehmerinnen und Unternehmer vertreten.

Ein Novum kündigte Leitl ebenfalls an, so wird erstmals in der Geschichte des Wirtschaftsparlaments eine behinderte Unternehmerin für den Wirtschaftsbund Einzug halten. Die Geschäftsführerin einer Werbeagentur Marianne Hengl kandidiert für den Wirtschaftsbund auf Platz 3 der siebenten Sparte "Information & Consulting".

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