• 22.02.2005, 10:42:59
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Amon: Keine Notwendigkeit für gesetzliche Veränderungen bei Flexibilisierung der Arbeitszeit

Verzetnitsch muss Karten auf den Tisch legen

Wien (OTS) - Aus Sicht des ÖAAB bestehe keine Notwendigkeit,
gesetzliche Veränderungen zu einer weiteren Flexibilisierung der
Arbeitszeit vorzunehmen, betonte heute, Dienstag,
ÖAAB-Generalsekretär Abg.z.NR Werner Amon. "Die derzeitigen
gesetzlichen Regelungen und kollektivvertraglichen Rahmenbedingungen
sind vollkommen ausreichend", so Amon, der darauf hinwies, dass "kein
ernstzunehmender Wirtschaftswissenschafter der Meinung ist, dass
durch eine weitere Flexibilisierung Arbeitsplätze geschaffen werden
können." ****

Eine Diskussion über Kampfmaßnahmen sei "völlig verfrüht und
derzeit nicht notwendig", sagte der ÖAAB-Generalsekretär. "Fritz
Verzetnitsch muss zuerst die Karten auf den Tisch legen und
klarstellen, ob er im Zuge der Hauptverbands-Einigung mit
Wirtschaftskammerpräsident Christoph Leitl tatsächlich auch
Vereinbarungen über eine weitere Flexibilisierung der Arbeitszeit
getroffen hat", so Amon. Es werde wohl für die Teile der
Gewerkschaft, die zu Streiks aufrufen könnten, schwer werden, dies zu
tun, "wenn ihr eigener Präsident womöglich in diesem Bereich
weitreichende Zusagen gemacht hat", sagte Amon, der feststellte, dass
seiner Meinung nach die ÖAAB-Mandatare im Nationalrat einer
gesetzlichen Änderung der Arbeitszeit "sehr reserviert"
gegenüberstehen würden.

Es gebe schon Bereiche, wo man mehr Flexibilität in der
Arbeitswelt brauche, sagte Amon - etwa bei der Frage des
Lebensbegleitenden Lernens, etwa durch Sabbatical-Modelle, in der
Frage der Vereinbarkeit von Familie und Beruf oder bei der Pflege.
"Es gibt weit reichende Möglichkeiten, hier von allen Seiten
Flexibilität unter Beweis zu stellen - und zwar in Fragen, die zum
Nutzen der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in Österreich wären,
und nicht zu ihrem Schaden", schloss Amon.

OTS0093    2005-02-22/10:42

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | AAB

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