Mödlhammer: Gemeinden sind das Fundament des vereinigten Europas

"Haus Europa muss von unten getragen und nicht von oben verordnet werden"

Wien (OTS) - "Die Gemeinden und Regionen sind die tragenden Fundamente des vereinigten Europas. Sie sind elementare Bausteine des gelebten Föderalismus und tragen das 'Haus Europa'", betonte heute, Montag, Gemeindebund-Präsident Bgm. Helmut Mödlhammer anlässlich der Pressekonferenz "10 Jahre Österreich in der EU". "Es geht nun darum, das Vertrauen in dieses gemeinsame 'Haus Europa' wieder zu stärken", so Mödlhammer weiter. Nach überwältigender Zustimmung zum Beitritt Österreichs zur EU hätten die Bürgerinnen und Bürger ein teils sehr kritisches und vielfach auch negatives Verhältnis zur Europäischen Union aufgebaut, dieser Entwicklung müsse man mit Aufklärungsarbeit und Information entgegentreten.

"Wir haben daher sofort zugesagt, als die Vertretung der Kommission in Österreich diese Kommunikationsplattform ins Leben gerufen hat", so der Gemeindebund-Präsident. "Wir unterstützen diese Initiative vollinhaltlich und werden selbstverständlich auch in unserer eigenen Arbeit und unseren Medien die Kernbotschaften weitertransportieren." Europa sei für Österreich und seine Gemeinden zu wichtig, um negative Stimmung aufkommen zu lassen. "Es gibt unzählige Studien, Vergleiche und Berechnungen, in welchem Ausmaß unsere Wirtschaft vom EU-Beitritt profitiert hat. Unser Wirtschaftswachstum würde um mehrere Prozentpunkte geringer sein, wenn das Land nicht EU-Mitglied wäre." Diese Fakten gelte es vermehrt und öfter der Bevölkerung zu kommunizieren.

"Es muss ein Bewusstsein entstehen, dass wir nicht nur Österreicher, sondern auch Europäer sind", so Mödlhammer. "Viele Gemeinden, vor allem entlang der Ost-Grenzen, haben von der Erweiterung der Union in sehr hohem Ausmaß profitiert. Österreichische Unternehmen sind die erfolgreichsten in Ost-Europa und sichern damit auch im Inland tausende Arbeitsplätze."

Eine jüngst veröffentlichte Studie im Auftrag des deutschen "Manager Magazin" brachte für Österreich durchaus erfreuliche Ergebnisse. Österreich ist ein überaus attraktiver Wirtschaftsstandort. Die Bedingungen ist Österreich sind so gut, dass keine einzige deutsche Region High-Tech-Unternehmen annähernd gleich gute Bedingungen bieten kann, wie Österreich. Alle 36 österreichischen Regionen haben die Nase vor Deutschland. Insgesamt wurden 1.207 Regionen in allen 25 EU-Mitgliedsstaaten analysiert, im europäischen Vergleich liegen fünf österreichische Regionen unter den Top 20 (Rheintal-Bodensee, Steyr-Kirchdorf, Achse Linz-Wels, St. Pölten, Salzburg und Umgebung).

Der Österreichische Gemeindebund ist ein Vorreiter der europäischen Integration und trat schon wenige Jahre nach seiner Gründung dem Rat der Gemeinden Europas (RGRE) bei (1952). "Seit einigen Jahren sind wir auch mit einem eigenen Büro in Brüssel tätig", berichtete Mödlhammer. Pionierarbeit hat der Gemeindebund auch mit der Gründung des "International Communal Network" (ICNW) geleistet. Das ICNW umfasst 22 Partner aus 13 europäischen Staaten, die insgesamt 9.000 Gemeinden mit rund 100 Millionen Bürgerinnen und Bürgern vertreten.

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