- 15.02.2005, 13:24:17
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Glawischnig zu Kyoto: Für Österreich kein Grund zu feiern
Klimaschutz-Politik der Bundesregierung gescheitert
Wien (OTS) - "Das morgige Inkraft-Treten des
Kyoto-Klimaschutz-Vertrages ist ein Meilenstein für die
internationale Klimaschutzpolitik, aber für Österreich leider kein
Grund zu feiern", kritisiert Eva Glawischnig, stv. Bundes- und
Umweltsprecherin der Grünen. Je näher die Kyoto-Periode (2008-2012)
rücke, desto weiter entferne sich Österreich vom Klimaschutzziel -
und das neuerdings sogar mit Tempo 160. Die aktuellste
Treibhausgas-Inventur des Umweltbundesamtes (Jänner 2005) belegt die
ernste Situation für Österreich: Um sechs Prozent sind die
Treibhausgaus-Emissionen von 2002 auf 2003 gestiegen und liegen in
absoluten Zahlen mit 91,6 Millionen Tonnen jenseits von Gut und Böse.
Zum Vergleich: Der Zielwert, den Österreich bis 2010 erreichen muss
beträgt 67,5 Mio. Tonnen. "Österreich liegt derzeit unfassbare 30
Prozent über dem Reduktionsziel. Die Klimaschutzpolitik der
Bundesregierung ist gescheitert", so Glawischnig.
"Die bisherigen Maßnahmen des Umweltministers werden keine
Trendumkehr bringen. Es braucht jetzt rasch einen
Klimaschutz-Notfallplan, damit Österreich die letzte Chance wahren
kann, doch noch auf Kyoto-Kurs zu kommen", fordert Glawischnig. Dazu
zählen laut Glawischnig neben einer Offensive im Öffentlichen Verkehr
auch Initiativen zur Senkung des gestiegenen Stromverbrauchs, zur
stärkeren Förderung von Ökostrom, zu Effizienzsteigerungen im Bereich
Raumwärme und zur Senkung der CO2-Emissionen im Bereich
Energiewirtschaft.
Rückfragehinweis: Die Grünen, Tel.: +43-1 40110-6697, [email protected]
OTS0161 2005-02-15/13:24
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