EU-Gebäuderichtlinie eröffnet erneuerbaren Energien beste Möglichkeiten

Dachverband Energie-Klima: langfristige Senkung der Energiekosten - Kanduth: "Energieausweis für Gebäude ein kostengünstiges und effektives Klimaschutzinstrument"

Wien (PWK100) - Im Jänner 2006 tritt die EU-Richtlinie zur Gesamt-Energieeffizienz von Gebäuden in Kraft. Die Umsetzung dieser "Gebäuderichtlinie" genannten europäischen Gesetzgebung verfolgt das Ziel des rationellen Einsatzes von Ressourcen, der Senkung des Gesamtenergieverbrauchs und der Reduktion der CO2-Emissionen.

Um den Energie- und Ressourcenverbrauch in den Blickpunkt der Konsumenten zu rücken, schlägt der Dachverband Energie-Klima den Bundesländervertretern in der Arbeitsgruppe des Österreichischen Instituts für Bautechnik vor, eine grafischen Darstellung des Energieverbrauchs und eine Aufsplittung der eingesetzten Ressourcen in den Energieausweis aufzunehmen. Mieter, Hauseigentümer und Wohnungskäufer können so auf den ersten Blick erkennen, ob sie es mit einem Gebäude mit langfristig hohen oder niedrigen Energiekosten zu tun haben.

Die Prüfung der Einsetzbarkeit von "Erneuerbaren" gibt Architekten, Gebäudetechnikern und den Errichtern der Gebäude die Möglichkeit, die am besten geeignete Kombination von Technologien einzusetzen, die langfristig zu einem Mehrwert des Gebäudes führt. Die Festlegung einer einheitlichen Berechnungsmethode in allen EU-Ländern führt zur besseren Vergleichbarkeit von Gebäuden. Begünstigungen für energieeffiziente und umweltfreundliche Gebäude können so europaweit umgesetzt werden, unterstreicht der Obmann des Dachverbandes Energie-Klima in der Wirtschaftskammer Österreich, Robert Kanduth.

"Gerade Gebäude, die bereits einen niedrigen Energieverbrauch aufgrund von Dämmung oder einer energieeffizienten Bauweise (Niedrigenergiehäuser, Passivhäuser) aufweisen, finden eine optimale Ergänzung in der Abdeckung ihres Energie-, Wärme- bzw Kühlbedarfs in solarthermischen Anlagen, Photovoltaik, Pelletsanlagen und Wärmepumpen, beide letzteren können auch beim üblichen Gebäudebestand die volle Heiz- bzw Kühllast auf umweltschonende Weise decken" hebt Kanduth hervor.

Angaben zur Energieeffizienz von Gebäuden müssen im so genannten Energieausweis erhoben werden. Für Neubauten ist dieser Energieausweis mit der Fertigstellung des Gebäudes vorzulegen. Bei bestehenden Gebäuden ist der Energieausweis im Falle des Verkaufs und der Neuvermietung vorzulegen. Mit der Vorlage des Energieausweises wird eine Regulierung des Marktpreises in Richtung Energieeffizienz und Umweltfreundlichkeit bei Gebäuden erfolgen. Auch wird es leichter möglich werden die Potentiale zur CO2 Reduktion abzuschätzen, so der Obmann des Dachverbandes. Die Prüfung der Einsetzbarkeit von Erneuerbaren ist ab einer Nutzfläche von 1000 m2 verpflichtend erforderlich.

Eine einheitliche Ausbildung soll die Qualifikation der zertifizierten Überprüfungsorgane gewährleisten. "Es ist zu erwarten, dass die zusätzliche Ausbildung zu mehr Innovation im Hinblick auf Ressourcenschonung im Gebäudebereich führen wird", erklärt der Branchenvertreter: "Einem relativ geringen Aufwand von einigen hundert Euro für die Erstellung des Energieausweises stehen große Einsparungen bei den Energiekosten gegenüber." (hp)

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