• 03.02.2005, 10:09:02
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Bausektor der Holzindustrie: Gesamthaft leicht positive Stimmung

Gute Exportentwicklung - Für 2005 positivere Vorzeichen erwartet

Wien (PWK083) - Laut einer Umfrage unter den Mitgliedsunternehmen
hat sich das Jahr 2004 gesamthaft zufriedenstellend bis leicht
positiv entwickelt. Nach eher schwierigem Beginn ist im Laufe des
Jahres eine Aufwärtsentwicklung eingetreten. Einzelne Sektoren
berichten allerdings von einer eher gedämpften Entwicklung, berichtet
der Vorsitzende der Berufsgruppe Bau des Fachverbandes der
Holzindustrie, Helmuth Neuner. Besonders auffällig ist das Fehlen von
Initiativen im Wohnbau. Einerseits gibt es zu wenige Neuwohnbauten.
Andererseits wird auch in bestehende Wohnbauten zuwenig investiert.
Auch hat die Sanierung nicht den starken Rückgang der Neubauten
auffangen können Besonders deutlich wirkt sich auch das Fehlen von
öffentlichen Ausschreibungen aus.

Sehr positiv entwickelten sich die Exporte, die teilweise das
Fehlen des heimischen Marktes substituieren konnten. Speziell der
italienische Markt entwickelte sich zu einem Hoffnungsschimmer. Nach
Ansicht vieler Unternehmen ist weiterhin das Fehlen des deutschen
Marktes eine schwere Last. Die konjunkturelle Krise in Deutschland
wirkt sich auf eine dramatische Weise aus und lässt auch positive
Impulse für die Zukunft mehr als fragwürdig sein.

Für das Jahr 2005 wird generell eine ähnliche Entwicklung wie 2004
mit aber positiveren Vorzeichen erwartet. Viele Firmen sehen das Jahr
gedämpft optimistisch. Eine wesentliche Voraussetzung ist allerdings,
dass wieder das Bauwesen mit neuen Impulsen belebt wird und auch
wieder neue Initiativen seitens der öffentlichen Stellen gesetzt
werden. Eine große Hoffnung wird darauf gesetzt, dass auf dem
deutschen Markt wieder eine aufmunternde Grundhaltung eintritt.
Generell lässt sich somit auf eine Aufwärtsentwicklung hoffen, obwohl
der Kampf härter denn je bleiben wird. Die Stimmung ist bereits
besser, aber noch nicht so gut, dass Freude aufkeimt.

Die Zahlen im Detail: Die abgesetzte Produktion des Bausektors der
Holzindustrie entwickelte sich in den ersten drei Quartalen 2004
leicht positiv. Traditionell auffällig ist die deutlich
unterschiedliche Entwicklung der einzelnen Sektoren. Einen
zurückgehenden Markt gibt es im Bereich der Fenster und im Bereich
der Massivholzplatten. Deutlich positiv entwickeln sich hingegen die
Holzfußböden/Parkett, die Leimbauteile und die Türen. Die abgesetzte
Produktion von Holzfenstern (inkl. Rahmen und Verkleidungen) betrug
im für die ersten drei Quartale 2004 Euro 224,1 Mio. Dies bedeutet
einen Rückgang um 3,2 % gegenüber dem Vorjahr.

Beim Export von Holzfenstern zeigt sich eine gedämpfte
Entwicklung. Dieser nahm 13,1 % mengenmäßig ab, aber um 1 % wertmäßig
auf knapp Euro 25 Mio. zu (Euro 24,97 Mio.). Die Importe nahmen im
Gegensatz dazu stärker zu, nämlich um 14,9 % mengenmäßig bzw. um 8 %
wertmäßig auf Euro 15,03 Mio. Daraus resultiert ein
Handelsbilanzüberschuss in der Höhe von Euro 9,93 Mio.

Die abgesetzte Produktion von Türen (inkl. Rahmen und
Verkleidungen) betrug in den ersten 3. Quartalen 2004 Euro 147,21
Mio. Der Zuwachs betrug 4,1 %. Beim Außenhandel von Türen zeigt sich
generell eine erfreuliche Entwicklung, wobei speziell die Ausfuhren
stark zunahmen. Der Export nahm um 4,5 % mengenmäßig zu, wertmäßig
aber um 4,4 % auf Euro 18,98 Mio. ab. Die Importe nahmen aber um 36,9
% mengenmäßig und um 38 % wertmäßig auf Euro 19,34 Mio. zu. Daraus
resultiert ein knapper Handelsbilanzüberschuss in der Höhe von Euro
0,36 Mio.

Positiv entwickelt sich die Produktion von Leimbauteilen. Diese
nahm in den ersten drei Quartalen 2004 mengenmäßig um 23,1 % und
wertmäßig um 20,7 % auf Euro 164,42 Mio. zu.

Beim Export zeigt sich weiterhin eine starke Zunahme um 10,7 %
mengenmäßig und 12,4 % wertmäßig auf Euro 129,16 Mio.. Die Importe
sind hingegen noch stärker, nämlich mengenmäßig um 32,1 % und
wertmäßig um 17,8 % angestiegen. In den ersten drei Quartalen wurde
Lamellenholz im Wert von über Euro 14 Mio. (Euro 14,55 Mio.)
importiert. Als eine der wenigen Branchen des Bausektors gibt es
folglich bei Lamellenholz einen Außenhandelsbilanzüberschuss, der
nunmehr bei knapp Euro 115 Mio. liegt (Euro 114,6).

Die abgesetzte Produktion von Holzfußböden zeigte in den ersten
drei Quartalen 2004 eine sehr positive Entwicklung. Im Bereich
Parkett ist diese sowohl wertmäßig (+ 13,4 %) auf Euro 101,41 Mio.
als auch mengenmäßig (+ 14,7 %) stark angestiegen. Mengenmäßig
bedeutet dies eine Produktion von 5,18 m2.

Im Bereich Schiffböden gibt es ebenfalls einen Zuwachs. Die
Produktion stieg um 3,9 % auf Euro 70,42 Mio. an.

Beim Außenhandel von Holzfußböden zeigte sich generell eine
erfreuliche Entwicklung. Der Export von Holzfußböden nahm um 8,4 %
mengenmäßig und um 20,3 % wertmäßig auf mehr als Euro 125 Mio. zu
(Euro 127,24 Mio.) an. Die Importe nahmen wertmäßig um 1,7 % auf Euro
59,5 Mio. und mengenmäßig um 17,4 % zu. Die Außenhandelsbilanz konnte
gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres abermals deutlich
verbessert werden und weist nunmehr einen Überschuss von Euro 67,74
Mio. auf.

Die abgesetzte Produktion von Massivholzplatten (einschichtig)
betrug im 1. bis 3. Quartal 2004 rund Euro 13 Mio. Die Produktion ist
um rund 7 % rückläufig. Ein Vergleich mit drei- und mehrschichtigen
Massivholzplatten ist nicht möglich, da diese Angaben geheim sind.

In den ersten drei Quartalen 2004 hat der Export von
Massivholzplatten im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 1,7 %
zugenommen und beläuft sich auf rund Euro 196 Mio. Die Einfuhren
haben hingegen um 11,6 % auf Euro 68 Mio. abgenommen. Daraus
resultiert eine Erhöhung des Außenhandelsbilanzüberschusses von rund
10,7 %. (us)

OTS0072    2005-02-03/10:09

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