• 02.02.2005, 12:51:50
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Amon: Qualitätsdiskussion vor Organisationsdebatte stellen

Reformdiskussion mit Focus auf Schüler und ehrlich führen

Wien (OTS) - In der derzeit laufenden Bildungsdebatte erinnerte
ÖVP-Bildungssprecher Abg.z.NR Werner Amon seine Kolleginnen und
Kollegen aus den anderen Parteien heute, Mittwoch, daran, den Focus
auf diejenigen zu richten, um die es im Bildungsbereich eigentlich
gehe: "Die Schülerinnen und Schüler." Eine Organisationsdebatte, wie
sie derzeit vor allem von der SPÖ angezettelt werde, führe ins Leere
- "zumal sie auch nicht ehrlich geführt wird. Wenn die SPÖ unser über
Dekaden gewachsenes Bildungssystem zerschlagen will, soll sie auch
ehrlich die Konsequenzen dessen darstellen", so Amon. ****

Es stelle sich die Frage, "ob man mutwillig die Zerschlagung
vieler hervorragender Hauptschulen und Gymnasien in Kauf nehmen will,
um aus rein ideologisch geprägten Motiven eine Einheitsschule aller
Jugendlichen auf ein System zu stülpen, das für eine solche
Umwandlung nicht vorbereitet ist - weder durch gemeinsam ausgebildete
Lehrerinnen und Lehrer, noch was das Raumangebot an den Schulen oder
die Kompetenzverteilung zwischen den Gebietskörperschaften betrifft",
erklärte der ÖVP-Bildungssprecher.

Wesentlicher als eine Organisationsdiskussion bleibe weiterhin
eine Diskussion über mehr Qualität im Unterricht - "und diese beginnt
bei der Auswahl und bei der Aus- und Weiterbildung der Lehrerinnen
und Lehrer", so der ÖVP-Bildungssprecher. Um die neuen Aufgaben, die
der Schule von Seiten der Gesellschaft übertragen worden seien,
entsprechend meistern zu können, sei es etwa sinnvoll, eine
gemeinsame Grundausbildung für alle Lehrerinnen und Lehrer
anzubieten, die die großen Pluspunkte der bisherigen getrennten
Lehrerausbildung (berufspraktische und pädagogisch-didaktische
Komponente an den Pädagogischen Akademien sowie fachspezifische
Ausbildung an Universitäten) vereine.

"Es gibt eine lange Reihe an Herausforderungen, vor denen wir im
Bildungsbereich stehen. Es ist nun an der Zeit, diese gemeinsam
anzugehen, anstatt immer wieder die seit Jahren gleich
ideologiebelasteten Grundsatzmodelle ins Treffen zu führen", schloss
Amon.

OTS0180    2005-02-02/12:51

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