• 02.02.2005, 12:19:00
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Verzetnitsch: Nationale Kraftanstrengung gegen Rekordarbeitslosigkeit

Statt Ausreden vorschieben soll Regierung Arbeitsmarktgipfel einberufen

Wien (ÖGB) - "Bei den Arbeitslosenzahlen jagt ein Rekord den
nächsten und die Regierung ist mit sich selbst beschäftigt", ist
ÖGB-Präsident Fritz Verzetnitsch darüber empört, dass trotz mehr als
360.000 Arbeitsuchenden die Regierung handlungsunfähig ist und der
zuständige Wirtschaftsminister es lediglich bedauerlich findet, dass
"der Wirtschaftsaufschwung nicht die erhoffte Entspannung am
Arbeitsmarkt" bringe. Verzetnitsch fordert angesichts des
Arbeitsmarktdesasters eine nationale Kraftanstrengung gegen die
Rekordarbeitslosigkeit.++++

"Es ist eine dramatische Entwicklung die ein sofortiges Handeln
erfordert. Die Regierung weigert sich aber die vorhandenen
Instrumente der Arbeitsmarktpolitik einzusetzen. Das ist schlicht
unverantwortlich", stellt Verzetnitsch fest. "Wir sind bereit an der
Kehrtwende hin zu einer auf Vollbeschäftigung ausgerichteten
Wirtschaftspolitik mitzuarbeiten. Der Bundeskanzler soll sofort einen
Arbeitsmarktgipfel einberufen an dem Sofortmaßnahmen und Strategien
vereinbart werden sollen", ruft Verzetnitsch zu einer nationalen
Kraftanstrengung auf.

Der ÖGB fordert:
O deutlich mehr Mittel für die aktive Arbeitsmarktpolitik,
o ein rigoroseres Vorgehen gegen illegale Beschäftigung,
o eine stärkere Bekämpfung der Frauenarbeitslosigkeit, (Offensive bei
der Qualifikation von Wiedereinsteigerinnen, Anreize zur Schaffung
von Vollarbeitsplätzen, Anspruch auf Kinderbetreuung vor
Schuleintritt),
o mehr Investitionen für ein höheres Wirtschaftswachstum und
o Investitionen in die Infrastruktur vor allem im Hinblick auf die
EU-Erweiterung.(ff/jv)

ÖGB, 2. Februar
2005
Nr. 61

OTS0160    2005-02-02/12:19

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