Jugendvertretung: 6 Monate Zivildienst - es reicht

Lunglmayr: "Zivildiener wurden lange genug benachteiligt"

Wien (OTS) - "Lange genug wurden die Zivildiener gegenüber den Präsenzdienern benachteiligt, weil es dem Gesetzgeber nicht gelingt, den Wehrdienst ausreichend attraktiv zu gestalten. Wir lehnen die in der Zivildienstreformkommission kolportierten Kompromisse mit den vorgeschlagenen Etappenlösungen zur Zivildienstdauer ab. Lediglich eine völlige Gleichstellung mit den Präsenzdienern auf 6 Monate garantiert, dass soziales Engagement junger Menschen nicht bestraft wird. Diese Kompromissvarianten dienen lediglich den Interessen mancher Trägerorganisationen ohne Rücksicht auf die oftmals prekäre soziale Situation der jungen Menschen", so Bernd Lunglmayr, Geschäftsführer der Bundesjugendvertretung (BJV).

Die Bundesjugendvertretung spricht sich für eine sofortige Verkürzung des Zivildienstes auf 6 Monate, mit einer verbundenen finanziellen Gleichstellung gegenüber dem Präsenzdienst aus. Auf dem Weg zu einer mittelfristigen Abschaffung des Zwangsdienstes müssen die sozialen, ökologischen und kulturellen Freiwilligendienste ausgebaut und attraktiv gestaltet werden, so dass in wenigen Jahren der generelle Umstieg auf Freiwilligendienste möglich sein wird.

"Wir fordern die VertreterInnen in der Kommission auf, die notwendige finanzielle Gleichstellung und die umgehende Verkürzung auf 6 Monate gemeinsam über alle Parteigrenzen hinweg festzulegen und diesmal umgekehrt den jungen Menschen einen Dienst zu erweisen", so Lunglmayr abschließend.

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