Frau Sozialminister, das Problem "Schwerarbeiter" ist ungelöst!

GBH fordert Umsetzung einer sozial gerechten Schwerarbeitsregelung

Wien (GBH/ÖGB) - "Die neue Sozialministerin Ursula Haubner ist ja bereits aus ihrer Tätigkeit als Sozial-Staatssekretärin mit den Agenden des Sozialministeriums vertraut. Wir hoffen daher, dass sie ohne längere Vorlaufzeit ihre Aufgaben sofort wahrnehmen kann. Eine ihrer vordringlichsten Aufgaben muss es aus der Sicht der Gewerkschaft Bau-Holz nun sein, rasch an einer den Erfordernissen entsprechenden gerechten Schwerarbeitsregelung zu arbeiten", so der Bundesvorsitzende der Gewerkschaft Bau-Holz und ÖGB-Vizepräsident Johann Driemer anlässlich einer Sitzung des Bundesvorstandes der Gewerkschaft Bau-Holz am Mittwoch.++++

Driemer verweist in diesem Zusammenhang auf die Studie zur Schwerarbeit, die die Gewerkschaft Bau-Holz gemeinsam mit der Arbeiterkammer Wien im Sommer des Vorjahres präsentiert hat und die dringenden Handlungsbedarf für das Sozialministerium und das Gesundheitsministerium aufzeigt. Driemer: "Wir haben diese Studienergebnisse auch dem Sozial- und dem Gesundheitsministerium zur Kenntnis gebracht. Wer lange Jahre in einem so belastenden Beruf wie dem der Bauarbeiter gearbeitet hat, der ist gesundheitlich nicht in der Lage, bis zu einem Alter von 65 im Beruf tätig zu sein. Diese Menschen auch noch mit Pensionsabschlägen und Zugangsbeschränkungen bestrafen zu wollen, ist schlicht eine Farce und unsozial. Ich fordere die neue Sozialministerin daher im Namen der rund 250.000 Bau- und HolzarbeiterInnen und ihrer Familien auf, gemeinsam mit der Gesundheitsministerin rasch eine sozial verträgliche Schwerarbeitsregelung ohne Pensionsabschläge zu schaffen, die allen Menschen in Österreich zu Gute kommt, die in ihrem Berufsleben Schwerarbeit geleistet haben und Schwerarbeit leisten. Frau Sozialminister, die Schwerarbeiter werden Sie an Ihrer Lösungskompetenz messen."

ÖGB, 26. Jänner
2005
Nr. 42

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