• 24.01.2005, 16:41:29
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Außenministerin Plassnik in Sri Lanka: Behörden für österreichische Projekte gewinnen

Beileidsbezeugung für Flutopfer und Dank für Hilfe an Österreicher nach der Katastrophe

Colombo (OTS) - Auf ihrer Reise in das von der Tsunami-Katastrophe
betroffene Sri Lanka ist Außenministerin Plassnik heute mit dem
sri-lankischen Premierminister Mahinda Rajapaksa zusammengetroffen.
Plassnik sprach ihr Beileid für die die vielen tausend Opfer der
Flugkatastrophe in Sri Lanka aus. "Die Sri-Lanker haben trotz des
unermesslichen Verlustes, den sie erlitten haben, den Österreichern
in der Region geholfen. Dafür möchte ich mich im Namen Österreichs
bedanken", so Plassnik.

Im Mittelpunkt der Gespräche standen die österreichischen Projekte
zum Wiederaufbau des Landes. Premierminister Rajapaksa begrüßte vor
allem die Dorf- und Schulprojekte, die über österreichische Spenden
im Süden Sri Lankas finanziert werden sollen. Er versicherte
Außenministerin Plassnik, dass alle Spenden transparent eingesetzt
werden sollen. Als weitere mögliche Betätigungsfelder für
Hilfsorganisationen hob Rajapaksa unter anderem die Schaffung von
Krankenhäusern, berufsbildenden Schulen und die Wiederherstellung der
Verkehrswege hervor.

Die sri-lankischen Regierungsstellen betonten auch den Bedarf an
schwerem Gerät, wie Räumfahrzeugen, Bulldozern, aber auch von
Wasserpumpen. Die für den Wiederaufbau verantwortlichen Stellen
sicherten Plassnik zu, in Zukunft Informationen über die Projekte mit
Österreich auszutauschen. Mit Außenminister Lakshman Kadirgamar
besprach Plassnik auch den Friedensprozess zwischen den
Bürgerkriegsgruppierungen in Sri Lanka.

Österreich sei grundsätzlich bereit, sich an dem UNO-Programm
gegen Landminen zu beteiligen. Außerdem könnte Österreich durch die
Schaffung von Friedens-Sozialzentren, in denen die verfeindeten
Ethnien und Religionen friedlich miteinander arbeiten, einen Beitrag
zur Versöhnung leisten. "Ich finde es ermutigend, dass sowohl
Premierminister Rajapaksa als auch Außenminister Kadirgamar ihre
Bereitschaft zur Zusammenarbeit mit allen Regionen und Gruppen des
Landes gezeigt haben", sagte Plassnik.

Neben den offiziellen Stellen in Sri Lanka traf Plassnik auch mit
Experten des Innenministeriums zusammen, die seit Wochen vor Ort bei
der Suche nach Überlebenden und der Identifizierung der Opfer Hilfe
leisten. Sie lobte dabei die professionelle Arbeit der Beamten in der
Katastrophensituation.

Morgen reist die Außenministerin in jene Provinz im Süden Sri
Lankas, in der das österreichische Bundesheer für die
Trinkwasseraufbereitung sorgt und österreichische Dorfprojekte
entstehen sollen.

OTS0210    2005-01-24/16:41

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