- 20.01.2005, 13:31:24
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Grünewald zu EuGH-Urteil: Gehrer ist nun gefordert
Keine Vorbereitungen für Urteil zu treffen ist fahrlässig
Wien (OTS) - Jahrelang wurde vom zuständigen Wissenschaftsressort
die österreichische Praxis, nur EU-Studierende, die einen
Studienplatz in ihrem Heimatland vorweisen können, zum Studium an
einer österreichischen Universität zuzulassen als hieb- und stichfest
verkauft. "Geradezu fahrlässig wurden daher auch keine Vorbereitungen
für den Fall getroffen, dass von Seiten der EU diese Praxis als
unzulässig erkannt wird. Dieses Versäumnis ist unentschuldbar", so
Kurt Grünewald, Wissenschaftssprecher der Grünen.
Bildungsministerin Gehrer ist nun gefordert, diese Versäumnisse zu
korrigieren und Lösungsvorschläge zu entwickeln. "Jetzt die ganze
Verantwortung für ihre eigenen Versäumnisse auf die angeblich
autonomen Unis abzuschieben, wäre eine Armutszeugnis", so Grünewald.
Wenn auch aufgrund des EU-Entscheides nun die Rektorenkonferenz aus
finanzieller Not und aufgrund der Realitätsverweigerung der
Bundesregierung mit dem Rücken an die Wand gedrängt, sich in
Defensivpositionen begibt und eine Beschränkung der Studienplätze
fordert, so ist das zwar verständlich, trotzdem aber der Weisheit
letzten Schluss.
"Ein Ende des freien Hochschulzugangs ist jedenfalls die falsche
Lösung", so Grünewald. Er fordert genügend finanzielle Ressourcen,
damit eine qualitativ gute Bildung und Ausbildung für möglichst Viele
garantiert werden kann.
Rückfragehinweis:
Die Grünen, Tel.: +43-1 40110-6697, [email protected]
OTS0190 2005-01-20/13:31
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