Oberhauser zu Abtreibungsfall in OÖ: Frauenverachtende Haltung untragbar

Frauenring-Vorsitzende fordert sofortige Bezahlung durch Krankenkasse

Wien (Frauenring) - "Der Zynismus der Herren in der Sozialversicherungsanstalt der Bauern ist unerträglich", stellt die Vorsitzende des Österreichischen Frauenrings, Sabine Oberhauser, fest. Die behandelnden Ärzte hatten bei einer schwangeren Oberösterreicherin festgestellt, dass ihr Kind nach der Geburt keine Überlebenschance hätte. Die Frau ließ daraufhin eine Abtreibung durchführen. Deren Bezahlung verweigert die Krankenkasse nun. "Diese medizinisch begründete Abtreibung muss von der Krankenkasse bezahlt werden - und zwar schleunigst", fordert Oberhauser.++++

"Vom Arzt mitgeteilt zu bekommen, dass das erwartete Kind nicht lebensfähig ist, bedeutet für eine Frau großes Leid. Alle anderen Kassen verstehen das und bezahlen medizinisch begründete Abtreibungen. Nur die Sozialversicherungsanstalt der Bauern maßt sich an, die Bezahlung zu verweigern. Das ist Frauenverachtung pur", sagt Oberhauser. Sie verlangt die sofortige Bezahlung der Kosten von 2.400 Euro durch die Krankenkasse.

ÖGB, 19. Jänner
2005
Nr. 17

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