Knafl: Neuregelung der steuerlichen Absetzbarkeit von Spenden genau prüfen!

Wien (OTS) - "Eine Neuregelung der Absetzbarkeit von Spenden muss genau überlegt werden", so Stefan Knafl, Bundesobmann des Österreichischen Seniorenbundes, zur aktuellen Diskussion. Die steuerliche Absetzbarkeit von Spendengeldern erscheint auf den ersten Blick eine gute Regelung, birgt aber auch Gefahren und Nachteile in sich.

Zunächst wird zu erwarten sein, dass kleine Spenden gar nicht beim Finanzamt abgesetzt werden, während Spender von größeren Beträgen sich dies auch ohne Absetzbarkeit leisten können. Bei Firmenspenden ist es wichtiger, die Rahmenbedingungen so zu gestalten, dass entsprechende Gewinne erzielt werden, um auch eine finanzielle karitative Tätigkeit zu ermöglichen.

Knafl: "Nachdem eine steuerliche Absetzbarkeit zwischen 50 bis 100 Millionen Euro geringere Steuereinnahmen bedeutet und damit dem Staat - auch im sozialen Bereich - weniger zur Verfügung steht, ist eine solche einschneidende Maßnahme genau zu überlegen, da es leider auch bei uns noch immer arme Menschen gibt, denen auch geholfen werden muss. So leben z.B. in Österreich derzeit 200.000 alleinstehende Pensionisten, die Anspruch auf Ausgleichszulage haben, unter der Armutsgefährdungsschwelle. Auch für diesen Personenkreis ist eine Verbesserung ihrer Lebenssituation durch Anhebung des Ausgleichszulagenrichtsatzes wichtig".

"So verständlich es in der jetzigen Situation der Flutkatastrophe auch auf den ersten Blick erscheint, Spenden steuerlich absetzbar zu machen, muss jede Änderung in diesem Bereich auf alle Folgewirkungen genau durchdacht werden, so Knafl abschließend.

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