• 11.01.2005, 10:44:47
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Knafl: Neuregelung der steuerlichen Absetzbarkeit von Spenden genau prüfen!

Wien (OTS) - "Eine Neuregelung der Absetzbarkeit von Spenden muss
genau überlegt werden", so Stefan Knafl, Bundesobmann des
Österreichischen Seniorenbundes, zur aktuellen Diskussion. Die
steuerliche Absetzbarkeit von Spendengeldern erscheint auf den ersten
Blick eine gute Regelung, birgt aber auch Gefahren und Nachteile in
sich.

Zunächst wird zu erwarten sein, dass kleine Spenden gar nicht beim
Finanzamt abgesetzt werden, während Spender von größeren Beträgen
sich dies auch ohne Absetzbarkeit leisten können. Bei Firmenspenden
ist es wichtiger, die Rahmenbedingungen so zu gestalten, dass
entsprechende Gewinne erzielt werden, um auch eine finanzielle
karitative Tätigkeit zu ermöglichen.

Knafl: "Nachdem eine steuerliche Absetzbarkeit zwischen 50 bis 100
Millionen Euro geringere Steuereinnahmen bedeutet und damit dem Staat
- auch im sozialen Bereich - weniger zur Verfügung steht, ist eine
solche einschneidende Maßnahme genau zu überlegen, da es leider auch
bei uns noch immer arme Menschen gibt, denen auch geholfen werden
muss. So leben z.B. in Österreich derzeit 200.000 alleinstehende
Pensionisten, die Anspruch auf Ausgleichszulage haben, unter der
Armutsgefährdungsschwelle. Auch für diesen Personenkreis ist eine
Verbesserung ihrer Lebenssituation durch Anhebung des
Ausgleichszulagenrichtsatzes wichtig".

"So verständlich es in der jetzigen Situation der Flutkatastrophe
auch auf den ersten Blick erscheint, Spenden steuerlich absetzbar zu
machen, muss jede Änderung in diesem Bereich auf alle Folgewirkungen
genau durchdacht werden, so Knafl abschließend.

OTS0065    2005-01-11/10:44

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