Ausreichend Nothilfe in Indonesien vorhanden - Herausforderung Wiederaufbau

Caritas-Katastrophenhelfer Georg Matuschkowitz steht für Interviews zur Verfügung

Wien (OTS) - "Dank der internationalen Hilfsbereitschaft gibt es hier genug Soforthilfe für die Überlebenden", berichtet Caritas-Katastrophenhelfer Georg Matuschkowitz, der seit Samstag in Indonesien ist, um die Hilfe der österreichischen Caritas zu koordinieren. Es sei sichergestellt, dass niemand hungern oder Durst leiden müsse, selbst in die meisten entlegenen Dörfer ist schon Nothilfe gekommen. Die größte Herausforderung sei es derzeit, die großen Mengen an Hilfsgütern zu koordinieren. Täglich seien allein für den Flughafen Aceh 350 Hilfsflüge angemeldet, der Flughafen ist aber nur für 50 Flüge ausgelegt. "Hier stoßen wir auf logistische Probleme und es wird auch flugtechnisch gefährlich", meint Matuschkowitz.

Die Caritas hat begonnen Familien-Notpakete mit Küchenutensilien, Seife, Zahnbürsten und -pasta, Schlafmatten und Decken (für je 5 Personen) an bedürftige Familien zu verteilen, die die Flut überlebt und aus ihren Dörfern geflüchtet sind. Rund 6.000 Pakete werden in den nächsten Tagen insgesamt 30.000 Menschen erreichen.

In zwei Flüchtlingscamps im Umkreis von 50 Kilometern von Medan ist die Caritas dabei, die Versorgung von rund 10.000 Menschen mit Familien-Notpaketen, Hygieneartikeln, einfacher Medizin und Wasser aufzubauen. "Jetzt bekommen die Menschen zunächst Wasserkanister. Aber wir sind dabei, eine Wasserversorgung für die Lager zu entwickeln, damit die Menschen nicht von Wassertransporten abhängig bleiben. Wir werden Brunnen mit Handpumpen graben und das Regenwasser auffangen und aufbereiten", berichtet Matuschkowitz.

Da die Nothilfe bereits gut läuft, konzentriert sich die österreichische Caritas bereits jetzt auf die Planung des Wiederaufbaus. Wiederaufbau heißt hier nicht nur, Häuser zu reparieren und neu zu errichten, sondern die gesamte Infrastruktur wiederherzustellen, aber auch die Seelen der Menschen wieder "aufzubauen": "Die Angst vor der Flut sitzt den Menschen in den Knochen. Viele haben das Vertrauen ins Meer verloren und sind verstreut im ganzen Land. Wir müssen sehen, dass sie wieder in ihre angestammten Dörfer zurückkehren und nicht in den Slums der Großstädte weiter verarmen." Rund zwei Millionen Menschen haben Schätzungen zufolge durch die Flut in Indonesien ihr gesamtes Hab und Gut verloren und brauchen langfristige Hilfe beim Aufbau einer neuen Lebensgrundlage.

Caritas-Katastrophenhelferin Georg Matuschkowitz steht in Indonesien für Interviews zu Verfügung.
Kontakt über: Silke Ruprechtsberger, 0664/82 66 909

Die österreichische Caritas hilft in Südasien gemeinsam mit acht weiteren Hilfsorganisationen (Rotes Kreuz, Diakonie, Care, Hilfswerk, Volkshilfe, Arbeitersamariterbund, Malteser, Ärzte ohne Grenzen) unter dem Dach von Nachbar in Not. Spendenkonto: PSK 90.750.700 (BLZ 60000)

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