• 10.01.2005, 11:28:25
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Ausreichend Nothilfe in Indonesien vorhanden - Herausforderung Wiederaufbau

Caritas-Katastrophenhelfer Georg Matuschkowitz steht für Interviews zur Verfügung

Wien (OTS) - "Dank der internationalen Hilfsbereitschaft gibt es
hier genug Soforthilfe für die Überlebenden", berichtet
Caritas-Katastrophenhelfer Georg Matuschkowitz, der seit Samstag in
Indonesien ist, um die Hilfe der österreichischen Caritas zu
koordinieren. Es sei sichergestellt, dass niemand hungern oder Durst
leiden müsse, selbst in die meisten entlegenen Dörfer ist schon
Nothilfe gekommen. Die größte Herausforderung sei es derzeit, die
großen Mengen an Hilfsgütern zu koordinieren. Täglich seien allein
für den Flughafen Aceh 350 Hilfsflüge angemeldet, der Flughafen ist
aber nur für 50 Flüge ausgelegt. "Hier stoßen wir auf logistische
Probleme und es wird auch flugtechnisch gefährlich", meint
Matuschkowitz.

Die Caritas hat begonnen Familien-Notpakete mit Küchenutensilien,
Seife, Zahnbürsten und -pasta, Schlafmatten und Decken (für je 5
Personen) an bedürftige Familien zu verteilen, die die Flut überlebt
und aus ihren Dörfern geflüchtet sind. Rund 6.000 Pakete werden in
den nächsten Tagen insgesamt 30.000 Menschen erreichen.

In zwei Flüchtlingscamps im Umkreis von 50 Kilometern von Medan
ist die Caritas dabei, die Versorgung von rund 10.000 Menschen mit
Familien-Notpaketen, Hygieneartikeln, einfacher Medizin und Wasser
aufzubauen. "Jetzt bekommen die Menschen zunächst Wasserkanister.
Aber wir sind dabei, eine Wasserversorgung für die Lager zu
entwickeln, damit die Menschen nicht von Wassertransporten abhängig
bleiben. Wir werden Brunnen mit Handpumpen graben und das Regenwasser
auffangen und aufbereiten", berichtet Matuschkowitz.

Da die Nothilfe bereits gut läuft, konzentriert sich die
österreichische Caritas bereits jetzt auf die Planung des
Wiederaufbaus. Wiederaufbau heißt hier nicht nur, Häuser zu
reparieren und neu zu errichten, sondern die gesamte Infrastruktur
wiederherzustellen, aber auch die Seelen der Menschen wieder
"aufzubauen": "Die Angst vor der Flut sitzt den Menschen in den
Knochen. Viele haben das Vertrauen ins Meer verloren und sind
verstreut im ganzen Land. Wir müssen sehen, dass sie wieder in ihre
angestammten Dörfer zurückkehren und nicht in den Slums der
Großstädte weiter verarmen." Rund zwei Millionen Menschen haben
Schätzungen zufolge durch die Flut in Indonesien ihr gesamtes Hab und
Gut verloren und brauchen langfristige Hilfe beim Aufbau einer neuen
Lebensgrundlage.

Caritas-Katastrophenhelferin Georg Matuschkowitz steht in
Indonesien für Interviews zu Verfügung.
Kontakt über: Silke Ruprechtsberger, 0664/82 66 909

Die österreichische Caritas hilft in Südasien gemeinsam mit acht
weiteren Hilfsorganisationen (Rotes Kreuz, Diakonie, Care, Hilfswerk,
Volkshilfe, Arbeitersamariterbund, Malteser, Ärzte ohne Grenzen)
unter dem Dach von Nachbar in Not. Spendenkonto: PSK 90.750.700 (BLZ
60000)

OTS0076    2005-01-10/11:28

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