• 10.01.2005, 11:23:16
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Hilfswerk fordert erneut Absetzbarkeit für humanitäre Spenden

Präsident Othmar Karas: Österreich kann es sich leisten. Jetzt ist der richtige Zeitpunkt!

Wien (OTS) - "Angesichts der unglaublichen Katastrophe ist es
unverständlich, warum das Finanzministerium bezüglich Absetzbarkeit
von Spenden so mauert", sagte Hilfswerk-Präsident Othmar Karas heute.
"Mittlerweile haben sich zwar Vertreter aller politischen Parteien,
egal ob Regierung und Opposition, dafür ausgesprochen, dass Spenden
von der Steuer abgesetzt werden sollten, aber der Start wird immer
wieder verschoben. Österreich kann es sich leisten. Jetzt ist der
richtige Zeitpunkt dafür."

Der Steuerausfall bei Absetzbarkeit von humanitären Spenden würde
laut einer Studie des IHS etwa Euro 49 Millionen betragen. Da jedoch
dadurch auch mit einem Anstieg des Spendenvolumens gerechnet wird,
würde der Wohlfahrtsgewinn den Steuerausfall kompensieren. Dies wäre
bereits bei einer durchschnittlichen jährlichen Erhöhung von der
Privatspenden um 2,5%, bei Unternehmensspenden um 8,5% der Fall.

"Über die Spendenabsetzbarkeit ist lange genug über geredet
worden. Jetzt wollen wir endlich Taten sehen!", schloss Karas.

Das Österreichische Hilfswerk ist mit seinen Landesverbänden und
dem Hilfswerk Austria einer der größten österreichischen Anbieter
sozialer Dienstleistungen. Es beschäftigt 6.000 hauptberufliche
MitarbeiterInnen und erwirtschaftet in den Geschäftsbereichen Hilfe
und Pflege, Kinder- und Jugendbetreuung, sowie Beratung und Bildung
einen Jahresumsatz von Euro 130 Millionen und ist auch als
Hilfsorganisation in Krisengebieten sehr aktiv.

OTS0074    2005-01-10/11:23

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