Spenden einmal anders: Stimmen gegen Armut und Spenden mit Stimmrecht!

Wer 75 Euro im Jahr gibt, bestimmt in gemeinsamen Versammlungen, wo die Spenden eingesetzt werden. Bisher wurden 85 000 Euro an 31 Projekte für Menschen in Not vergeben.

Wien (OTS) - "Spenden einmal anders", lädt das Wiener Spendenparlament zu Weihnachten ein. "Wer mindestens im Jahr 75 Euro spendet, erwirbt einen Sitz im Wiener Spendenparlament. In jährlichen Versammlungen wird gemeinsam diskutiert und abgestimmt, welche Projekte wieviel Geld bekommen sollen. "Wir wollen Mut machen und soziale Initiativen fördern, die Isolation durchbrechen und zur Selbsthilfe anregen.Dieses in Österreich einzigartige Projekt

sammelt "Stimmen gegen Armut" und bietet "Spenden mit Stimmrecht", so Sozialexperte Martin Schenk von der Armutskonferenz.

Seit Gründung des Spendenparlaments vor sechs Jahren wurden 85 000 Euro an 31 Projekte für Menschen in Not vergeben. "Es geht um die Verbesserung der Lebensbedingungen benachteiligter Menschen", betont Schenk die Ziele des Spendenparlaments.. "Auch in Wien sind um die 74 000 Menschen akut von Armut und sozialer Ausgrenzung betroffen. 7% der Wiener Bevölkerung können es sich nicht leisten, abgenutzte Kleidung durch neue zu ersetzen. Ebensoviele leben in Wohnungen, die über keine angemessene Heizmöglichkeit verfügen."

So vergab das Wiener Spendenparlament in seiner letzten Versammlung im Wappenssal des Rathauses 10 000 Euro für den Schulabschluss benachteiligter Jugendliche, Gesundheitsförderung für Menschen nach der Suchttherapie und ein Seniorinnenheim für wohnungslose Frauen. Weiters wurden Menschen in psychischen Krisen, die Selbsthilfe älterer Arbeitsloser, die Verhinderung von Jugendarbeitslosigkeit und die Beratung gehörloser Frauen unterstützt.

  • Für benachteiligte Jugendliche darf die Zukuft nicht von der Herkunft abhängen. Das Spendenparlament zeigt wie es anders geht, so Schenk. Zielgruppe der Kurse für einen Hauptschulabschluss sind SchulabbrecherInnen und AsylwerberInnen. Es werden besondere Kurse mit sozialem Lernen, Berufsorientierung, demokratischer Ausrichtung und sozialarbeiterischer Begleitung angeboten. Die Kurse sind kostenlos, da sich der Verein an junge Menschen wendet, die keine ausreichenden Mittel haben. Seit Juni läuft wieder ein Kurs für benachteiligte Jugendliche mit 22 TeilnehmerInnen. Manche Jugendliche haben schon eine Lehrstelle gefunden, andere werden an einer höheren Schule weiterlernen.
  • Gesundheitsförderung: Die Initiative LogIn bietet Menschen mit einer Suchtproblematik Freizeitangebote, die ihre Gesundheit und Autonomie stärken, und dadurch die soziale Integration fördern. Nach Abschluss einer Therapie stehen die Betroffenen oft allein da. LogIn reagiert darauf mit aktivierenden Freizeitangeboten und Erlebnispädagogik wie Spotrttuniere, Feste und Feiern ohne Alkohol und Drogen, Volleyball oder Klettern.
  • Seniorinnenwohnheim: Obdachlose Frauen bekommen einen Wohnplatz im Alter. Frauen sind meist versteckt obdachlos. Aus Angst vor Gewalt nehmen sie außerdem nur selten gemischt geschlechtliche Obdachloseneinrichtungen in Anspruch. Im Seniorinnenwohnheim steht ihnen eine kleine Wohnung zur Verfügung, medizinische Hilfe und soziale Unterstützung.

Dem Motto "Stimmen gegen Armut" -wir machen soziale Not öffentlich und tun etwas dagegen und "Spenden mit Stimmrecht" -wir bestimmen mit, wo unsere Spende eingesetzt wird, ist das Spendenparlament verpflichtet, so Schenk von der Armutskonferenz. Das Spendenparlamnet ist ein Projekt der Armutskonferenz.

Das Wiener Spendenparlament
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